Franz Kafka

-sQm-
tach zusammen!

mich würds mal interessieren, was ihr von diesem mann haltet?
wie findet ihr seine werke und was denkt ihr, hat ihn zu derartigen Geschichten bewegt? er hatte ja ein sehr schlechtes verhältnis zu seinem vater, was sich, wie ich finde, auch in mehreren seiner werke widerspiegelt..
gestern hab ich "die verwandlung" gelesen und muss sagen, ich find diesen text einfach nur super. die tatsache, dass die metamorphose einfach hingenommen wird und sich die geschichte darauf aufbaut ohne zu fragen warum, lässt uns als leser tief in die materie einblicken und zeigt auf paradoxer weise auf, wie Gregor Samsa denkt und vor allem fühlt..
weiß net, mir gefällt die geschichte total...im gegensatz zu kafkas "das urteil", was mir irgendwie gar net zusagt..mag sein, weil es so verwirrend ist, weil man so derbst viel hineindeuten kann/muss und zu vielen verschiedenen ergebnissen kommt-.-

nja..

happy posting! ^^"

-sQm-
hga
Herr Kafka ist ziemlich düster und verwirrend, ich hab Brief an die Universität (o.Ä. das mit dem Affen), das Leben aus der Sicht eines Hundes (Titel?!) und die Verwandlung gelesen.
Seltsamerweise alles Geschichten mit vermenschlichten Tieren (Affe) oder vertierischten Menschen (Samsa).
Versuch Kafka nicht ganz so ernsthaft zu interpretieren, genieße einfach die Stimmung, wenn dir ein Buch von Anfang an wenig sagt dann nützt es nichts da viel rumzuinterpretieren. Wenn du dich wiederfindest, dann ist das schon richtig so.

Von Kafkas Hintergrund weiß ich recht wenig, ausser das er in Prag lebte, ein paar psychische Probleme hatte und es zum Grundinventar eines Studenten gehört, eine Franz Kafka Postkarte aus Prag zu besitzen um ein vollwertiger Student zu sein (wahlweise ein lustiges Taschenbuch oder einen Terry Prachett Roman- eines von dreien findest du GARANTIERT in jeder WG) Schweife ich ab?
Eferoth
Was geth ab. Man bleivbt dem Forum für ne Woche fern und auf einmal gibts hier kulturell wertvolle Themen... braves Trätzle. ^^

jau, Kafka is der einzig wahre richtig gute Autor den wir haben. da kann auch ein Goethe net gegen anstinken. Verwandlung is schon mal ziemlich gut, das Urteil noch besser und das Schloß mein Liebling... wenn auch leider nicht fertig. Am Allerbesten sind allerdings die Kurzgeschichten. So Sachen wie "Vor dem Gesetz" oder "in der Strafkolonie" sind schon ziemlich böse Prosa, aber gerade deswegen genial.

Lesen! Immer wieder! ^^
Neo
Ein Buch von Kafka habe ich leider noch nicht gelesen, aber jede Menge Kurzgeschichten. In der Schule haben wir auch mal ein Hörspiel von ihm gehört. Seitdem ich dieses Hörspiel gehört hatte, hat Kafka mein Interesse gewonnen. Ich denke, dieser Mann hat ein ernsthaftes psychisches Problem. Aber, na und wenn störts?

Mfg -Neo-
MrGordo
OK, ihr habt mich jetzt neugierig gemacht. Und da ich leider zu den Stümpern gehöre die noch nie was von Kafka gelesen haben, hab ich mir vorhin doch glatt "Die Verwandlung" von ner Freundin ausgliehen... ich hoffe ich blicke durch. smile
-sQm-
Zitat:
Original von Eferoth
Was geth ab. Man bleivbt dem Forum für ne Woche fern und auf einmal gibts hier kulturell wertvolle Themen... braves Trätzle. ^^



*harharhar*proud^proud* xD

@ gordo:
hey find ich klasse..erzähl bitte wie du es findest wennst durchhast (was ja eigentlich net lang dauern sollt^^)

nja, zu seiner person selber:
ich hab die tage en brief gelesen, den kafka damals an seinen vater geschriebn hatte(man weiß jedoch nit, ob er ihn jemals abgeschickt hat)
darin wird sofort deutlich, dass der mann , also kafka, nen ganz schönen "knacks" gehabt haben muss, was die beziehung zu seinem vater anging..er wollte sich irgendwie immer an ihm messen, wusste aber, dass er das ,was der vater in seinem leben erreicht hatte, selbst niemals schaffen würde...

mit dem hintergrund nochmals die kg "das urteil" betrachtend, erkennt man sofort autobiographischen züge, was ich für meinen teil ehrlich gesagt schon ziemlich erschreckend finde...und auch in "die verwandlung" hat der vater ja eine sehr autoritäre rolle..seeehr interessant....
NorthernLights
Zitat:
Original von Eferothjau, Kafka is der einzig wahre richtig gute Autor den wir haben. da kann auch ein Goethe net gegen anstinken. Verwandlung is schon mal ziemlich gut, das Urteil noch besser und das Schloß mein Liebling...


"Das Schloß"? Oha, die Verfilmung wurde uns dieses Jahr in Deutsch vorgeführt - und ich muss gestehn, ich hab bis heute keine Ahnung, worum's da geht... Es mag vielleicht daran gelegen haben, dass im Klassenzimmer eine unerträglich schläfrige und stickige Atmosphäre herrschte, aber ich hab so gut wie nichts verstanden oder behalten...
Ist das Buch besser? Der Film war mir nämlich mal richtig unsympathisch... unglücklich
Lesane Parish Crooks
soweit ich weiss hat kafka die briefe nich abschicken müssen weil er in der wohnung seines vaters wohnte , er gab die briefe dem vater aber er hat sie nie richtig durchgelesen. die infos hab ich von meinem deutsch profilkurs lehrer. der hat recht viel ahnung in literatur also der lebte selber mal in prag und sowas alles.

ich halte ne menge von kafka. wenn man versteht was er ausdrücken will dann isses schon leichter. bei der verwandlung gibts ja sau viel zu interpretieren.. fängt von den personen und den räumen an , sowie der anordnung der räume, bis hin zu dem apfel den gregor samsa abbekommt. ich hab leider nich so viel von ihm lesen können bis jetzt aber das soll sich noch ändern. hab bis jetz nur "die verwandlung", "ein landarzt", das stadtwappen, und noch eine geschichte gelesen.
ich finde kafkas art cool, was er sich dabei gedacht haben muss solche geschichten zu schreiben, man kann und soll ja fast alles interpretieren.
Zorn Gottes
ich lese zurzeit die verwandlung, ist auch das einzige was ich von ihm lesen werde. ich bin eher der Okkult-Fan. Düsteres abgefahrenes Zeug. Kafka ist zwar abgefahren, aber nicht in der Form die ich mag
Khaine
Ja, Kafka ist mein Ding smile
Habe erst letztes Jahr den Prozess gelesen und davor jede Menge Kurzgeschichten. Muss gestehen das er ein schwieriger Autor ist. Manche Texte sprechen mich sofort an. Bei anderen, wie etwa 11 Söhne rätzle ich heute noch was sie zu bedeuten hat. Dafür ist er ein Autor bei dem mir das Lesen immer Spaß macht.
Das Miau
Kafka ist einfach genial.

Ich hab mit 16 mal versucht, mich mit ihm zu befassen, bin aber kläglich gescheitert, da ich seine Texte nicht gerafft habe. Umso begieriger habe ich alles in der Oberstufe aufgesogen, was wir von ihm und über ihn gemacht haben.
Ich finde jedoch immernoch, dass Kafka schwerer Stoff ist. Ehrlichgesagt, könnte ich ohne jegliche Ansätze nichts interpretieren. Ich brauche immer einen kleinen Anstoß, der mich in eine Richtung führt. Die Biographie bietet da ja ausreichend Spielraum, dennoch war ich anfangs immer ziehmlich aufgeschmissen.
Die Geschichten sind jedoch so aufgebaut, dass es genauso viele Interpretationen wie Leser gibt (sowas wie Rohr-Schach-Tests).
Mein ungeschlagener Liebling ist "Vor dem Gesetz", danach kommt der - zugegeben sehr kurze - Text, in dem dem Erzähler die Zeit ausgeht und er auf der Suche nach dem Bahnhof einen Polizisten fragt.
Franz Kefka
Mein Favorit ist eindeutig seine Kurzgeschichte "Der Nachbar". Vielleicht, weil ich diese noch am ehesten begreife. Wobei ich meine Kompetenz mit solch kühner Behauptung wohl zu hoch einschätze. Kafka ist ein Freak unter den Genies. Nicht sowas eindeutig brilliantes wie Goethe, der mich mitreißen und völlig verstehen lässt. Kafka lässt mich seelenruhig in seine Geschichte fallen, in dessen Nebel ich mich verirre. Und wenn ich dann noch die Ansätze lese, die neben den Kurzgeschichten in Schulbuch stehen, und die Intentionen, die Kakfa bei dieser Geschichte eventuell hatte, erwähnen haut es mich vollendenst vom Hocker. Aber ich bleibe am Ball xp
TATI
Ich habe bereits mehrmals (teils freiwillig, teils wegen den Prüfungen) den 'Prozess' gelesen und muss sagen, dass ich begeistert bin, und das trotz Anfangsschwierigkeiten.
Er hatte keine einfache Kindheit, eben wegen seinem Verhältnis zu seinem Vater und zu den Frauen in seinem Leben. Wenn man sich etwas mit seinem Leben auseinandersetzt, denke ich schon dass man seine Werke versteht, oder zumindest teilweise. Im Endeffekt weiß man ja nie so recht, was er damit gemeint hab. Das hat er mit ins Grab genommen.
'Die Verwandlung' fand ich auch genial, da fiel es mir auch nicht schwer eine Interpretation zu finden.

Wobei ich ziemlich viele Probleme hatte, ist 'Das Urteil'. Das hab ich gar nicht gerafft, der Vater in der Geschichte und auch der Sohn... Alles sehr komisch, eben kafkaesk.
AcidKitty
Zitat:
Ich habe bereits mehrmals (teils freiwillig, teils wegen den Prüfungen) den 'Prozess' gelesen und muss sagen, dass ich begeistert bin, und das trotz Anfangsschwierigkeiten.

War bei mir genauso, musste ich auch lesen ^.^
Hat mir auch sehr gut gefallen, gerade weil es so total Verworren war. Ich habe Anfangs erstmal gar nichts verstanden, aber dann ging es eigentlich. Wenn man sich dafür interessiert [und sich damit auseinandersetzt] dann versteht man es auch sicherlich.


Ansonsten habe ich von Kafka nur eine Kurzgeschichte noch gelesen, erinnere mich aber nicht mehr an den Titel rotes Gesicht
TATI
Zitat:
Original von AcidKitty
War bei mir genauso, musste ich auch lesen ^.^
Hat mir auch sehr gut gefallen, gerade weil es so total Verworren war. Ich habe Anfangs erstmal gar nichts verstanden, aber dann ging es eigentlich. Wenn man sich dafür interessiert [und sich damit auseinandersetzt] dann versteht man es auch sicherlich.


Das stimmt, am Anfang habe ich es gehasst, was aber daran liegen könnte dass ich es so gar nicht ab kann wenn man dazu gezwungen wird ein Buch zu lesen Augen rollen
Als ich mich dann aber mal richtig damit auseinandergesetzt habe, hat es mir gefallen.
blume(albertus)
Auf Kafka bin ich gekommen, weil ein Deutschlehrer mal gesagt hat:"In seinem Leben sollte man mal einen Kafka gelesen haben..." Ich habe dann später auch recherchiert. Interessanterweise hat sich das als Glücksgriff herausgestellt: wir haben noch ein paar Stunden später eine Kurzgeschichte von ihm durchgenommen. Der Nachbar. Ich konnte an dem Tag mit ein bisschen Hintergrundwissen punkten. Sehr gut! Jedenfalls habe ich dann - ich war ungefähr 16 - auch angefangen Kafka zu lesen. Das Schloß, was ich aber mehr als dürftig fand, und dann eben immer mehr...

Für mich ist Die Verwandlung DAS Buch Kafkas. Was sollte ich hierüber noch sagen? Legende. Allerdings finde ich es schade, dass vieles von dem, was er geschrieben hat, auf diesen Vater-Konflikt reduziert wird. Kafka war allgemein sehr, sehr Komplex beladen. Die Tatsache, dass er erst in den letzten Lebensjahren, wo er schon schwer krank war, so etwas wie Glück empfinden konnte, spricht Bände. Sex war für ihn eher eine Bürde(sinngemäß soll er ja in sein Tagebuch geschrieben haben:"Der Koitus als Fluch des Zusammenseins"), er hat viele Beziehungen gelöst und wieder aufgenommen; irgendwo im Internet gibt es sicher Ausschnitte aus den Briefen, die er geschrieben hat --- das ist eine Person, die ihre Beziehung zu anderen Personen zerstört hat, vorallem zu Frauen, obwohl er bspw. zu seinen Schwestern ein relativ gutes Verhältnis gehabt haben soll. Wenn man Kafka unter diesem Aspekt betrachtet, dann geht das in eine ganze andere Richtung als nur mit dem Vater. Wobei - natürlich - dieses Streben eine Beziehung zu ihm aufzubauen, aber nicht an ihn heranzukommen und es trotzdem weiter zu probieren, in den größeren Erzählungen immer wieder auftaucht: im Prozeß ist es das Gericht, was K. nicht erreicht; im Schloß ist es die Verwaltung.
Ryudarkness
Also ich habe bisher noch kein Buch und keine Kurzgeschichte von ihm gelesen(unbedingt nachholen),dafür aber eine Zeichentrickverfilmung von Ein Landarzt gesehen.Habe es nur leider bis heute nicht verstanden(wer die tiefere Bedeutung der Geschichte kennt,soll mir bitte eine PN mit der Erklärung schicken).
Garurumon
Kafka ist genial... Hab den ,,Prozess" vor kurzem gelesen. Zwar nicht ganz freiwillig (in der Schule) aber ich war sofort begeistert.
In Baden-Würtemberg ist der Prozess dieses Jahr Abitur-Thema... und ich hoffe mir liegt in 2 Wochen ein Auszug daraus vor. Ich liebe es Kafka zu interpretieren. Sein ganzer Hintergrund, seine Persönnlichkeit fliesst in die Texte mit ein. Aber man kann Kafka eigentlich auch ohne jegliches Hintergrund wissen interpretieren und alles auf sich selbst beziehen. Das finde ich so faszinierend an seinen Werken!
Vayt
Zitat:
In Baden-Würtemberg ist der Prozess dieses Jahr Abitur-Thema... und ich hoffe mir liegt in 2 Wochen ein Auszug daraus vor.

Same here. Wobei der Proceß in meiner Kursstufe irgendwie so gar nicht angekommen ist, bis auf genau drei Leute fanden ihn alle entweder "naja" oder "total beschissen". Nya, Geschmäcker sind verschieden.

Hmm, in meinem Regal stehen der Proceß, die Verwandlung, das Schloss und eine Kurzprosasammlung samt dem Urteil, in der Strafkolonie, den Betrachtungen etc. Neben der Verwandlung, die ich zwar klasse, aber für Kafka auch sehr, naja, eindeutig finde, liebe ich vor allem das Gespräch mit dem Beter und das Unglücklichsein, als Pendant zu letzterem eben auch den Prozess.
Ich kann nicht genau beschreiben, was meine Faszination für Kafka ausmacht. Einmal ist da die sprachliche Gestaltung. Wenn er auch in manchen Bereichen seine Schwächen hat, bin ich in tiefer Bewunderung für seine prägnante Ausdrucksweise, die Fähigkeit, jedem einzelnen Wort eine Bedeutung zu geben, nicht in leeres Geschwafel zu verfallen. Dazu kommen göttliche Beschreibungen von Situationen und vor allem Personen ("wie eine Stange in baumelnder Bewegung auf die ein gelbhäutiger und schwarzbehaarter Schädel ein wenig ungeschickt aufgespießt ist") und die ganz subtile Komik, die dadurch entsteht. (Oder auch die offene. "Ja, aber meinen Sie denn, ich glaube an Gespenster?" :lol: )
Allein im Prozess gibts so viele Stellen, wo ich allein für die Formulierung die Seite knutschen könnte; sowas wie der dicke Bauch eines Wächters, der ständig gegen ihn stößt, oder den Untersuchungsleiter, der Streichhölzer zählt und seine Finger der Länge vergleicht, oder das Loch im Fußboden, wegen dem ab und zu ein Fuß aus dem oberen Stockwerk ins untere reinragt, und all so Sachen.
Und ganz abgesehen von dieser Formulierungskunst und Komik und der grotesken Atmosphäre ist Kafka für mich auch hochemotional.. Die beiden Gespräche (mit dem Beter und mit dem Betrunkenen) sind so schön, so schön <.< Er schafft es durch wenige Worte, eine schwer beschreibbare und schwer fassbare traurige, düstere, hoffnungslose, melancholische Atmosphäre aufzubauen, ein bisschen surreal-bizarr und ernst und irgendwo zwischen scharfsinnig-intelligent und irrational-gefühlvoll und ach Gott, jedenfalls ganz mein Geschmack.

Ich würde mir irgendwie nie anmaßen wollen, zu verstehen, was Kafka sagen wollte. Das ist aber auch eine Art der Interpretation, die mir irgendwie zuwider ist. Muss ich ein Textstück krampfhaft bis ins Detail verstehen, um es gut zu finden? Ich erfreue mich an den Formulierungen, an einzelnen Sätzen, an dadurch ausgelösten Gedanken und Gefühlen und finde eine mögliche Interpretation, basierend auf persönlichen Eindrücken und Erfahrungen, ganz für mich allein, und die hat mit Kafkas Intention vermutlich so ziemlich gar nix zu tun, aber was machts schon?
Intention übrigens hin oder her.. ich hasse dieses "Was möchte der Autor uns denn damit sagen?"-Getue; Kafka wollte mit dem allermeisten, was er so geschrieben hat, vermutlich niemandem außer sich selbst etwas sagen, man muss immerhin beachten, dass er das meiste Zeug gar nicht veröffentlichen wollte. Warum soll ich da groß rätseln, ob da nun der Vaterkonflikt oder der Frauenkonflikt oder der Religionskonflikt oder wasauchimmer den Auslöser für ein Schriftstück gegeben hat. Natürlich hilfts irgendwo, die Biografie eines Autors zu kennen, aber alles, was er geschrieben hat, darauf zu reduzieren, nimmt ihm einerseits irgendwo seinen Intellekt (als ob ein halbwegs intelligenter Mensch nur 4-5 Themen hat, die ihn bewegen und über die er schreiben kann..) und stiehlt den Texten irgendwo ihre Wirkung, Allgemeingültigkeit und Emotionalität.
Ich finde, man muss manchmal auch wegkommen vom krampfhaften, schulhaften Interpretieren und Analysieren (und Verdrehen) eines Textes und ihn einfach in seiner Ganzheit hintergrundslos auf sich wirken lassen.

..Blah? u.u Ich lasse jetzt nochmal den Prozess in seiner Ganzheit auf mich wirken, aber nicht hintergrundslos, immerhin steht da ein Abitur an. <.<
Garurumon
Zitat:
Original von Vayt


Ich würde mir irgendwie nie anmaßen wollen, zu verstehen, was Kafka sagen wollte. Das ist aber auch eine Art der Interpretation, die mir irgendwie zuwider ist. Muss ich ein Textstück krampfhaft bis ins Detail verstehen, um es gut zu finden? Ich erfreue mich an den Formulierungen, an einzelnen Sätzen, an dadurch ausgelösten Gedanken und Gefühlen und finde eine mögliche Interpretation, basierend auf persönlichen Eindrücken und Erfahrungen, ganz für mich allein, und die hat mit Kafkas Intention vermutlich so ziemlich gar nix zu tun, aber was machts schon?


..Blah? u.u Ich lasse jetzt nochmal den Prozess in seiner Ganzheit auf mich wirken, aber nicht hintergrundslos, immerhin steht da ein Abitur an. <.<


bravo großes Grinsen

Jah... so siehts leider aus. Muss mir das ganze auch nochmal anschauen. Viel glück fürs Abi Augenzwinkern


Aber es stimmt schon, dass dieses ewige Getue von wegen, diese Autoren wollen mit jedem bestimmten Ausdruck das und jenes sagen. Ich glaube kaum, dass ein Goethe so viel ausdrücken wollte wie wir heute in ihn hinein interpretieren. Natürlich war er genial. Aber so genial dann doch wieder nicht. Das gleiche gilt für Kafka. Oder den lieben Schiller großes Grinsen




----> und wie erwartet kam Kafka dieses jahr im Abi dran. Interpretation und danach Vergleich. Besser gings gar nicht mehr smile