Bücher Reviews

Yuki Onna
Tri tra trullala Y&Y sind wieder da. Liebe Kinder gebt fein acht, wir haben euch was mitgebracht!

... und zwar ist das der versprochene Reviewthread. Nachfolgend ist ersichtlich, wie wir uns das in etwa vorgestellt haben zusammen mit einem Beispiel. Augenzwinkern



Titel

Autor (Kurzbeschreibung mit kleiner Biographie)

Genre

Erscheinungsdatum & letzte Neuauflage (kann mit ED & NA abgekürzt werden Augenzwinkern )

ISBN-Nr.

Inhalt (Buchrücken oder selber Kreativ sein Augenzwinkern )

Schreibstil (eure persönliche Meinung zum Schreibstil, also Niveau, Besonderheiten die hervorstechen usw.)

Fazit (euer Persönliches Fazit, was hat euch gefallen, was weniger, wo hattet ihr Schwierigkeiten, war es spannend, nicht spannend, hat es Spaß gemacht oder war es mühsame Lektüre ... usw.)

Ergebnis (Punktzahl: 1-10)

Ich bitte euch, eure Reviews möglichst ausführlich zu schreiben. Ein paar Sätze reichen uns nicht, da muss schon ein bisschen mehr her. Schreibt warum und wieso euch das Buch so gefallen hat oder warum nicht.
Ich möchte euch jedoch noch ans Herz legen nicht zu spoilern! Wenn ihr unbedingt spoilern müsst um eure Meinung zu begründen, dann benutzt bitte den dazu dienenden tag.

Dieser Thread unterscheidet sich gerade aus diesen Gründen sehr vom „Was-lest-ihr-gerade-Thread“. Dort könnt ihr eine kurze Meinungsäusserung abgeben. Hier wird aber richtige Kritik geschrieben. Möglichst detaillierte Meinungen sind gefragt.

Achtung: Falls es sich um ein Buch aus einer Reihe handelt (Herr der Ringe, Harry Potter usw.) dann schreibt bitte nur ein Review zu der ganzen Buchserie. Ihr könnt in eurem Fazit jeweils die Meinung zu jedem einzelnen abgeben, falls ihr das unbedingt möchtet oder sich die Bücher in irgendeiner Weise unterscheiden.

Na dann: Viel Spaß!

Y2J & Yuki Onna


So, weil es im Anime/Manga-Bereich so schön klappt, möchte ich hier die Übersicht ebenfalls einführen. Einfach auf den entsprechenden Link klicken und schon seid ihr beim Beitrag und Review. Die Liste wird nach Alphabet und Titel des Buches geführt.



__________________________ Die bisherigen Reviews __________________________

11 Arten der Einsamkeit – Krolock

American Psycho - Quistis

Autobiographie einer Pflaume - Yuki Onna

Der Adept des Assassinen - Patrick53197

Die Feuerreiter Seiner Majestät (Band 1-5) – Ifris

Die Husarin - Isamu

Die Päpstin - darkLady

Dr. Impossible schlägt zurück - Ein Super-Helden Roman - LastOfABreed

Erebos - Xion

Feuchtgebiete - Favourite

Final Fantasy and Philosophy - The Ultimate Walktrough – Franz Kefka

In der Misosuppe the moonpaiter

The Audacity of Hope - Thoughts on Reclaiming the American Dream – the moonpainter


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darkLady
Hui, hier ist aber was los *g* Na dann komm ich mal Staub wischen ;P



Titel: Die Päpstin

Autorin: Donna W. Cross
Cross wuchs in New York City auf. Nach ihrem Studium der englischen Literatur arbeitete sie unter anderem in der Verlagsbranche. Heute lebt sie einige Autostunden nördlich der Großstadt im Bundesstaat New York und lehrt Creative Writing am Onondaga College. Das 1996 erschienene Werk Die Päpstin ist der erste Roman der Autorin. Ihre vorausgegangenen Publikationen waren Sachbücher und Ratgeber, die sich mit den Themen Gesprächstraining und Kommunikation befassten.
(Wikipedia)

Genre: Historischer Roman

Erscheinungsdatum: Erste Auflage April 1998, derzeit 56. Auflage

ISBN-10: 3746614007
ISBN-13: 978-3746614007

Inhalt: Die Hauptperson ist ein junges Mädchen namens Johanna. In diesem Roman werden vier verschiedene, aufeinanderfolgende Lebenssituationen Johannas beschrieben. Das Buch beginnt im Frankenreich des 9. Jahrhunderts, wo Johanna als Tochter eines Dorfpriesters und einer Heidin geboren wird und aufwächst. Johanna ist ein sehr intelligentes und wissbegieriges Mädchen und lernt heimlich von ihrem Bruder lesen und schreiben. Später wird sie von einem griechischen Gelehrten unterrichtet. Auf dessen Empfehlungen wird sie einige Zeit später auch an der Scola in Dorstadt unterrichtet, wo sie ihren späteren Geliebten Gerold trifft. Nach einem Überfall der Normannen verlässt Johanna Dorstadt und tritt als Mann verkleidet in das Kloster von Fulda ein. Dort lernt sie unter anderem viel über Medizin. Einige Jahre später macht sich Johanna auf den Weg nach Rom, wo sie schließlich Leibarzt des Papstes und nach dessen Tod selbst Papst wird. In Rom trifft sie auch zufällig Gerold wieder.
Donna W. Cross beschreibt jede von Johannas Lebenssituationen sehr genau und lässt viele Themen mit einfließen, die zu jener Zeit alltäglich waren. So beschreibt sie beispielsweise den Überfall der Normannen auf Dorstadt, das Verhalten gegenüber Aussätzigen und diverse Bestrafungen des Mittelalters.

Schreibstil: Der Schreibstil in „Die Päpstin“ ist sehr detailgetreu. Donna W. Cross beschreibt sowohl Orte als auch Szenen sehr genau und durch eine schöne Sprache. Ich selbst habe den Schreibstil allerdings nach einer Weile als sehr langatmig empfunden. Er hat mich im Grunde nie wirklich mitgerissen, sodass ich mich oft sogar zwingen musste, weiterzulesen.

Fazit: Das Thema ist in dem Roman sehr gut ausgearbeitet. Die Rolle der Frau im Mittelalter sowie das Leben an sich und viele andere Details über die Zeit sind sehr genau beschrieben worden. Allerdings gefällt mir die Geschichte zwischen Johanna und ihrem Geliebten Gerold nicht. Dass sie sich nach so vielen Jahren rein zufällig wieder treffen und das an einem ganz anderen Ort, als sie sich zuletzt gesehen haben, finde ich persönlich etwas weit hergeholt. Nachdem sich das Buch schließlich nicht auf bewiesene Tatsachen stützt, denke ich, hätte sich die Autorin hier ruhig etwas Realistischeres überlegen können. Ansonsten ist das Buch aber äußert gut.

Ergebnis: Ich würde dem Buch 8 von 10 Punkten geben. Dabei ziehe ich die meines Erachtens etwas misslungene Liebesgeschichte und den nicht so ganz mitreißenden Schreibstil ab. Allerdings kann ich das Buch trotz allem nur empfehlen, vor allem für jene, die sich für das Mittelalter interessieren. Ich habe zwar noch nicht sehr viele historische Romane gelesen, aber in diesem habe ich bei weitem am meisten über das Leben im Mittelalter erfahren. Jedenfalls ist „Die Päpstin“ nicht umsonst ein Bestseller.
Isamu
Titel: die Husarin

Autor: Bernhard Hennen
Bernhard Hennen (* 1966 in Krefeld) ist ein deutscher Autor von Fantasy-Literatur und historischen Erzählungen.
Nach einem Studium der Germanistik, Archäologie und Geschichte arbeitete er als Rundfunkjournalist beim Westdeutschen Rundfunk. Gleichzeitig war er Redakteur der Fantasy-Zeitschrift „ZauberZeit“. Für das in Deutschland meistverkaufte Rollenspiel Das Schwarze Auge verfasste er zahlreiche Abenteuerbücher. Als Mitarbeiter beim Rundfunk bereiste er Mittelamerika und den Vorderen Orient. Bernhard Hennen ist verheiratet und lebt in Krefeld.

Genre: Historischer Roman

Erscheinungsdatum & letzte Neuauflage:
Erscheinungsdatum: 1998 (Piper), Neuauflage: 2003

ISBN-Nr. : 3-492-23944-7

Inhalt: Österreich zur Zeit des Siebenjährigen Krieges: Unter den Husaren fällt ein tapferer Mann von wilder kämpferischer Entschlossenheit auf. Doch er ist nicht der, für den er sich ausgibt: Es ist Gebriela, die als Mörderin gesucht wird und nun in Männerkleidern auf der Flucht ist. Im Affekt erschoss sie ihren Mann, der ihr Leben zur unerträglichen Qual werden ließ. Und so fürchtet sie die Liebe noch mehr als den Tod.
Eine abenteuerliche und romantische Historie um eine Frau als Husarin, die auf einer wahren Begebenheit beruht.

Schreibstil: Ich selbst habe bis jetzt eher schlechte Erfahrungen mit Historischen Romanen gemacht. Deswegen war ich auch eher Skeptisch, als ich die Husarin kaufte. Im Endeffekt tat ich es nur, da ich von Bernhard Hennens Schreibstil mehr als überzeugt bin. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Das Leben des 18. Jahrhunderts wurde sehr anschaulich beschrieben, die Gefühle der Protagonistin sehr anschaulich dargestellt. Wie ich es von Bernhard Hennen gewohnt bin, ist es sehr fesselnd beschrieben, ich konnte das Buch wieder einmal kaum aus der Hand legen. Ich denke, das es Schreiberisch vor allem Leuten aus dem Fantasybuchbereich zusagen wird. In Historischen Romanen habe ich diese warmherzige Art der Beschreibungen noch nie entdeckt. Doch dabei wird dennoch nicht das harte Leben der Damaligen Zeit weggelassen, sodass es meiner Ansicht nach auch ein Muss für alle Anhänger der Historischen Romane ist.

Fazit: Dass sich eine Frau als Mann verkleidet kennet man ja spätestens nach Johanna von Orleans oder der Päpstin. Das Thema war für mich also nichts sonderlich außergewöhnliches. Da es jedoch auf einer Wahren Begebenheit beruht macht es das ganze in meinen Augen noch viel Interessanter. Die Rolle der Frau in der damaligen Zeit wurde sehr anschaulich dargestellt. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Es wird auf sehr anschauliche, zugleich aber auch schockierende Weiße gezeigt, wie sich Menschen im Krieg verändern können. Gabriela ist sehr gut dargestellt. Anfangs fand ich sie sehr sympathisch. Was mich später jedoch etwas störte, war dass sie sich zu sehr in ihre Rolle als Mann hineingelebt hatte. Ich bin zwar kein Fan von Schnulzen, aber ihre spätere Einstellung, sich nie wieder einem Mann ganz anvertrauen zu können fand ich dann doch etwas ... na ja, enttäuschend. Es war einfach etwas irritierend zu wissen, dass sie eine Frau ist, und sich selbst auch als eine sieht, dann wiederum aber unbedingt als Mann anerkannt werden will. Ich hatte etwas das Gefühl dass sie ihr eigenes Ziel, als Frau die selben Rechte wie ein Mann zu haben, etwas aus den Augen verloren hat.
Was ich allerdings sehr positiv finde: Man erkennt nicht auf Anhieb, in wen sich Gabriela verliebt. Lange Zeit dachte ich auch, dass so etwas, aufgrund ihrer Männerfeindlichen Einstellung, gar nicht erst passiert.


Ergebnis: Ich gebe 9 von 10 Punkten. Abgesehen von dem oben genannten habe ich nichts zu bemängeln. Das Buch ist eines der Besten die ich seit langem gelesen habe. Die von mir genannte negative Kritik ist sicherlich Geschmackssache und macht das Buch im allgemeinen auch nicht schlechter. Der Schluss war im Grunde sehr gut, auch wenn ich ihn mir etwas anders erhofft hätte. Aber da die Geschichte auf Historischen Vorlagen basiert, darf ich mich über den Schluss nicht beklagen. Besser ein Schluss, der mir persönlich nicht so gut gefällt, als einer, der mir gefällt aber vollkommen Falsch ist.
Jedenfalls kann ich dieses Buch jedem Fan von Fantasy & Historischen Romanen nur empfehlen.
Krolock
*räusper* Ich erlaube mir mal den Versuch, diesem Thread wieder ein wenig Leben einzuhauchen Augenzwinkern
Ich hab letzte Woche ein Buch gelesen, das mich total begeistert hat:

Titel: 11 Arten der Einsamkeit

Autor: Richard Yates

Richard Yates wurde 1926 in New York geboren und verstarb 1992. Yates begann seine Karriere als Werbetexter und Ghostwriter. Sein erster und wohl auch populärster Roman „Zeiten des Aufruhrs“ wurde 1961 in den USA veröffentlicht. Gegen Ende der sechziger verblasste sein Ruhm allerdings wieder.

Genre: Kurzgeschichten

Erscheinungsdatum: 1962 (USA) 2007 (btb, erste Auflage in deutscher Übersetzung)

ISBN: 978-3-442-73730-7

Inhalt:

Ein Buch voller Antihelden. Dieser Gedanke kommt mir zuerst, wenn ich „11 Arten der Einsamkeit“ beschreiben soll. In insgesamt 11 Kurzgeschichten hat jeder von diesen Antihelden seinen Auftritt. Und alle haben eine Sache gemeinsam, sie sind unglücklich und sie sind einsam, jeder von ihnen auf eine andere Weise. Die Geschichten spielen in den frühen fünfziger Jahren. Ob der Neue in der Klasse oder die Braut, die am Vorabend der Trauung immer noch Zweifel hat, jeder der Protagonisten versucht seiner kleinen Existenz ein wenig mehr Glanz zu verleihen und seinem persönlichen Dilemma zu entkommen.

Schreibstil:

Ich war zunächst etwas skeptisch, als ich mir das Buch gekauft habe. Da es mein erstes Buch von Richard Yates war, wusste ich nicht genau, was auf mich zukommt. Erzählungen aus den sechziger Jahren, was das wohl wird? Insgesamt wurde ich dann aber sehr positiv überrascht. Yates hatte ein sehr lebendige Art zu erzählen. Das Buch wird an keiner Stelle langweilig. Das sollte zwar bei Kurzgeschichten auch besser nicht passieren, es liest sich aber auch für das Genre ausgesprochen flüssig. Yates gibt einem genug Details, damit ein Bild im Kopf entsteht, hält sich aber nicht an jeder Kleinigkeit auf.

Fazit

„11 Arten der Einsamkeit“ ist eines der besten Bücher, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Seit „Schatten des Windes“ hat mich eigentlich kein Titel mehr so gefesselt. Mich faszinieren die Charaktere, von denen erzählt wird. Es sind gewöhnliche, teilweise recht biedere Gestalten, die absolut nichts besonderes an sich haben. Im Gegenteil, sie haben Sorgen, durchleben persönliche Krisen und fühlen sich dabei allein gelassen. Gerade das macht diese Figuren in meinen Augen sehr sympathisch.
Die Geschichten haben einen gewissen Tiefgang, triefen aber nicht vor Moral. Der Autor hat eine schöne Mischung aus etwas Anspruch und etwas Leichtigkeit gefunden und daraus ein sehr lesenswertes Buch gemacht.

Ergebnis:

Ich gebe dem Buch 9 von 10 Punkten. Die Mischung aus ausgezeichnetem Schreibstil, guten Geschichten und sympathischen Charakteren machen die Sache sehr rund. Man wird sehr gut unterhalten und wer möchte, bekommt sogar noch was zum Nachdenken. Eine Geschichte fällt ein wenig ab, dennoch bin ich begeistert.
the moonpainter
Titel: In der Misosuppe

Autor: Ryu Murakami

Ryu Murakami wurde 1952 in Sasebo (Präfektur Nagasaki) geboren. Er ist Autor, Filmemacher und Musiker (Minimal Techno) zugleich und in Japan sehr bekannt. In seinen Werken geht es meistens um geselllschaftliche Themen, wobei dies meistens sehr kritisch passiert. Nur wenige seiner Werke sind bisher auf Deutsch übersetzt worden. Ryu Murakami ist nicht verwandt mit dem wesentlich bekannteren Haruki Murakami.

Genre: Gesellschaftsroman / Postmoderner Roman

ED & NA: Japan: 1997, Deutschland 2006, 2. Auflage 2007 (KiWi Paperback 949)

ISBN: 978-3-462-03733-3

Inhalt: Kenji ist ein Fremdenführer in Tokyo, der Touren durch die Rotlichtviertel Tokyos anbietet. Eigentlich hat er seiner Freundin Jun versprochen Silvester zusammen mir ihr zu feiern, jedoch erhält er am 29. Dezember einen Anruf eines Touristen namens Frank, der Kenji gerne für drei Tage als Führer anheuern würde. Kenji sagt zu, obwohl er an Silvester eigentlich nicht arbeiten wollte. Bereits am ersten Abend stellt Kenji fest, dass Frank anders ist als alle anderen Touristen mit den er zu tun hatte. Sein verhalten ist äußerst merkwürdig und widersprüchlich. Verschiedene Vorfälle in Tokyo und Franks Verhalten führen dazu, dass Kenji in der Gegenwart Franks überaus nervös wird und einen schrecklicher Verdacht aufkommt...

Schreibstil: Murakami schreibt aus derersten Person, dementsprechend wertend sind sämtliche Beschreibungen, welche aber gleichzeitig auch sehr detailliert sind. Meistens hat man das gefühl, als würde man wirklich die Gedankengänge von jemand anderes lesen, dabei bleibt die Spracher aber immer eingängig und klar.

Fazit: Eins schon mal vorneweg: Damit man diesem Buch etwas abgewinnen kann, sollte man sich schon mal wenigstens ein kleines bisschen mit der japanischen Kultur und gesellschaft auseinandergesetzt haben, ansonsten dürften viele Sachen in dem Buch eher merkwürdig erscheinen.

Phasenweise ist "In der Misosuppe" sehr plakativ und brutal, allerdings ist diese Plakativität nur ein Teil eines großen ganzen. Murakami zeichnet hier ein Psychogramm eines nihilistischen, psychisch kranken Menschen und schafft es dabei die Abgründe die in einem selbst stecken auch mit aufzuzeigen. Umfassend fällt natürlich auch die Sozialkritik aus (aber zu keinem Zeitpunkt oberflächlich oder offensichtlich), diese funktioniert weniger allgemein, als auf die japanische Gesellschaft bezogen.

Noch ein Wort zur Übersetzung: Eigentlich ist es bei Büchern, die aus dem Japanischen übersetzt werden immer das gleiche, es geht einfach zu viel stilistisch und auch inhaltlich (Details) verloren. Wenn man auch nur ein bisschen Japanisch kann wird man das auch merken. Dies trübt natürlich den Gesamteindruck.

Ergebnis: Wenn die Übersetzung nicht wäre, würde ich hier zehn Punkte vergeben. Die Darstellung der menschlichen Psyche wie sie hier stattfindet ist erschreckend, interessant und umfassend zugleich. Zudem hat man beim lesen zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass etwas unnötig in die Länge gezogen wurde, oder keinen Sinn macht. Die Geschichte ist zwar nicht allzu tiefgründig, aber sie ist fast schon so was wie ein Mittel zum Zweck (im Positiven Sinne).

9/10 Punkten
Favourite
Titel

Feuchtgebiete

Autor

Charlotte Roche

    ...ist eine deutsche Moderatorin ( früher u.a. VIVA 2 ), Produzentin, Sängerin, Schauspielerin, Sprecherin und Autorin britischer Herkunft.

( Quelle: Wikipedia )


Genre

Roman / Erzählung

Erscheinungsdatum & letzte Neuauflage:

ED: Februar 2008
NA: Oktober 2008 ( 22. Auflage, Dumont Verlag )

ISBN-Nr.

978-3832180577


Inhalt

Der Roman "Feuchtgebiete" erzählt aus dem Leben der 18jährigen Helen Memel, die nach einer missglückten Intimrasur auf der proktologischen Abteilung im Krankenhaus liegt. In ihrem Krankenhausaufenthalt sieht sie die einmalige Gelegenheit, ihre Eltern durch diesen "Unfall" wieder zusammenzubringen. Man verfolgt Helen's Gedankengänge, Wünsche, Ängste und Ereignisse aus ihrer Vergangenheit, die größtenteils auf sexuellen Praktiken und Erfahrungen basieren. Trotz ihrer Verletzung kann Helen es nicht lassen, weiterhin alle ihre Körperöffnungen zu erforschen. Auch der Krankenpfleger Robin und andere Krankenhausmitarbeiter bleiben nicht von Helen's Einzigartigkeit und Offenheit verschont.


Schreibstil

Der Schreibstil von Charlotte Roche ist leicht verständlich und eher jugendlich gehalten. Es gibt keine Stellen im Buch, an denen man nicht mehr folgen kann. Roche benutzt oft Neologismen, weil es für ihre Art der Beschreibung von sexuellen Handlungen u.Ä. keine Begriffe im Duden gibt, die zu ihrem Schreibstil passen würden. Trotz dieser Wortneufindungen weiß man sofort, was gemeint ist. Ihr Schreibstil ist nicht besonders herausragend, aber auch nicht abgrundtief schlecht. Ich hatte keinerlei Verständnisprobleme und kam leicht durch das Buch.


Fazit

Entweder hasst man dieses Buch, oder man liebt es. Der Satz "Hygiene wird bei mir kleingeschrieben" verrät eigentlich schon viel über den Inhalt des Buches. Je nachdem, wie ich dieses Buch betrachte, kann ich mich noch nicht entscheiden, ob ich es gut oder schlecht finden soll. Auf der einen Seite finde ich es eher "lustig". Den meisten Leuten würde bei diesem Buch wohl aber als erster Begriff das Wort "eklig" einfallen. Mit Körperöffnungen, Körperausscheidungen & sexuellen Praktiken wird locker und offen umgegangen und ich kann mir gut vorstellen, dass dies bei einigen die Schmerzgrenze weit überschreitet. Das Buch und gewisse Stellen darin sind sehr gewöhnungsbedürftig, jedoch nicht so ekelerregend, dass ich nicht mehr weiterlesen wollte.
Betrachtet man aber nun die Geschichte und lässt all diese Dinge außen vor, bleibt eine eher schwache Story zurück. Manche finden es vielleicht interessant, wie man fast nebensächlich erfährt, warum Helen so ist wie sie ist und es stellenweise nichtmal selbst erkennt. Ich fand den "ernsten" Aspekt von "Feuchtgebiete" nicht sonderlich ansprechend - es gibt weitaus Besseres. Das ganze Buch beinhaltet Helen's Krankenhausaufenthalt, ihre kranken Fantasien und die Beziehung zu ihrer Familie. Viel kann man storytechnisch also nicht erwarten. Wer sich das Buch nun in der Hoffnung kauft, bei jedem 2. Satz von Lachkrämpfen gepackt zu werden, sollte es lieber lassen. Helen ist ein lustiges Mädel, das sagt, was sie denkt und mich auch öfters zum Schmunzeln gebracht hat, aber man kann keine pausenlosen Lachflashs erwarten. Trotzdem finde ich, dass dieses Buch seine 14,90 € wert ist, gerade eben, weil es so anders ist. ( Roche's Aussage, dass dieses Buch eine Rebellion gegen den Hygienewahn & Schönheitswahn sei, erscheint mir jedoch als schlechte Ausrede. ) Wer mal Lust auf eine erheiternde Ablenkung von schwerer Lektüre hat, oder einfach nur was zum Reiern möchte - dann kauft euch das Buch. Leute, die schnell lesen können, werden dieses Buch genauso schnell durchhaben wie ich - an einem Tag.


Ergebnis

Ich gebe 6-7 Punkte, da man hier kein anspruchsvolles Werk erwarten kann, dass mit einer super Story und grandiosem Humor auftrumpft. Jeder sollte nun für sich selber entscheiden, wo seine Schmerzgrenze liegt und ob er sich sowas "antun" möchte, ohne, das negativ zu meinen. =] Ich bereue den Kauf jedenfalls nicht.
LastOfABreed
Titel "Dr. Impossible schlägt zurück - Ein Super-Helden Roman"
(Originaltitel: "Soon I will be invincible".)

Autor Austin Grossman

Grossman ist ein US-Amerikanischer Autor und Spieleentwickler, das Buch was ich hier vorstellen möchte, ist sein erstes Werk als Autor. Das bekannteste Spiel, an dessen Entwicklung er teilhatte ist wohl "Tomb Raider - Legends" von 2006. Grossman ist der Zwillingsbruder des Autors Lev Grossman, der Künstlerin Bathsheba Grossman und Sohn des Poeten Allen Grossman und der Autorin Judith Grossman. Wie man sieht scheint Kreativität in der Familie zu liegen.

Genre Roman, Science-Fiction, Super Helden/Schurken Geschichte

Erscheinungsdatum & letzte Neuauflage © Mai 2009 von Knaur Taschenbuch (in Deutschland) [ja, da steht wirklich Mai drinn oO]

ISBN-Nr. 978-3-426-50045-3

Inhalt

Er ist der intelligenteste Mann der Erde. Er hat Quantenfusionsreaktoren konstruiert, ist in der Zeit gereist und hat alternative Realitäten betreten. Er ist einer der vier gefährlichsten Menschen der Welt. Jetzt sitzt er im Gefängniss. Zum zwölften mal. Doch eines Tages machen zwei Superhelden, die sich einen Namen machen wollen, einen schrecklichen Fehler und Dr. Impossible kann ein weiteres mal ausbrechen. Ein Jahr hielten ihn die Zellen, genug Zeit um einen neuen Plan zu entwerfen. Und während der mächtigste aller Helden und Dr. Impossible's Nemesis, CoreFire, verschwunden ist, sinnt der Doc auf Rache. Und strebt die Weltherrschaft an. Wieder. (selbst zusammengefasst)

"Ich bin kein Verbrecher. Ich habe weder ein Auto gestohlen noch einer alten Dame die Tasche geklaut, sondern einen Quantenfusionsreaktor konstruiert, eine Plasmakanone, einen Killerroboter. Ich habe versucht, die Welt zu erobern. Ein Dutzend Mal. Und ich bin noch lange nicht fertig." (vom Buchrücken entnommen)

Während natürlich einerseits die Geschichte von Dr. Impossible erzählt wird, wird ebenfalls die Geschichte der Superhelden "Fatale", die sich einem Team von bekannten Helden anschließt und Dr. Impossible jagen muss, erzählt.

Schreibstil

Während die Kapitel abwechselnd immer aus der Perspektive von Dr. Impossible bzw. Fatale erzählt werden, bleibt der Schreibstil eigentlich immer angenehm. Man kommt flüssig vorran, es gibt nichts wo man sich gestört fühlen würde. Ich fand's gut geschrieben, bin auch in 3 Tagen durchgekommen, weil ich nicht aufhören wollte und immer wenns ging gelesen hab. Aufgrund des Schreibstils kamen mir die knapp 390 Seiten auch nach viel weniger vor, allerdings ist es nicht zu anspruchsvoll, wobei es aber auch nicht kindlich wirkt. Man kann es angenehm und gut lesen, nicht zu niveaulos und nicht zu niveauvoll, genau richtig.

Fazit

Sehr schönes Buch. Während man vom Buchrücken und einigen Details am Anfang das Gefühl hat, es würde sich hier um eine Parodie auf das Super-Helden Genre und Comics handeln, merkt man schnell das es eigentlich etwas ganz anderes ist - eine Hommage. Grossman widmet sich angenehm ernst und gleichzeitig lustig einem Genre, welches er sehr respektieren zu scheint und wunderbar auf Papier bringt. Trotz der Angriffsfläche, die sich ihm bietet hat er sich dazu entschieden, die Geschichte lustig, aber nicht lächerlich zu machen. Vorallem wenn man auch nur ein bisschen über Comics weiß erkennt man viele Witze erst richtig, doch auch ohne sich auskennen zu müssen kann man das Buch sehr gut genießen. Wie gesagt bin ich in 3 Tagen durchgekommen und mehr als positiv überrascht gewesen. Wie es auch für Comics und Super-Helden Geschichten typisch ist gibt es auch in diesem Buch die ein oder andere unerwartete Wendung und von Anfang bis Ende passt alles gut zusammen, Flashbacks und Details über die Welt, in der das Buch spielt sind gut eingebracht und werden immer hier und da eingestreut. Ich bin begeistert und vollkommen zufrieden.

Ergebnis

Ich bin sehr zufrieden, 8.5/10 Punkten sind das schon. Für nochmehr fehlte mir irgendwie noch was, doch für zwischendurch ein sehr gut lesbares und spaßiges Buch. Für Comicfans ein Pflichtkauf, für alle anderen ist es aber auch einen Blick wert. Tolles Buch.
Ifris
Titel:
englisch/deutsch:
Temeraire / Die Feuerreiter Seiner Majestät
His Majesty's Dragon / Drachenbrut (Band 1)
Throne of Jade / Drachenprinz (Band 2)
Black Powder War / Drachenzorn (Band 3)
Empire of Ivory / Drachenglanz (Band 4)
Victory of Eagles / Drachenwacht (Band 5)

Autor: Naomi Novik (geb 1973 in New York) wuchs mit polnischen Geschichten Tolkien auf, studierte später englische Literatur, konzentrierte sich später dann aber zunächst auf Computer Design und arbeitete unter anderem an "Neverwinter Nights" mit. Die ersten drei Temerairebände wurden zunächst in einem Band 2006 veröffentlicht und mittlerweile in 23 Sprachen übersetzt. Sie lebt heute mit ihrem Mann und mittlerweile acht PCs in New York. (Quelle)

Genre: History/Fantasy

Erscheinungsdatum & letzte Neuauflage:
Band 1-3: 2006 (USA) - Mai/Juli/Sept 2007 (Deutschland)
Band 4: Sept. 2007 (USA) - April 2008 (Deutschland)
Band 5: Juli 2008 (USA) - Februar 2009 (Deutschland)

ISBN-Nr:
deutsch:
Band 1: 978-3442244430
Band 2: 978-3442244447
Band 3: 978-3442244454
Band 4: 978-3442265725
Band 5: 978-3764530150

Inhalt:

Es war der Krieg des wohl größten Feldherren der europäischen Geschichte. Napoleons Feldzüge zogen sich durch ganz Europa und fanden erst durch den unermüdlichen Einsatz der britischen Seeflotte ein jähes Ende.
Was wäre jedoch, wenn diese Kämpfe nicht nur auf See und auf dem Land bestritten worden wären, sondern auch in der Luft auf den Rücken gigantischer und fantastischer Drachen? Naomi Novik erteilt uns in der bislang fünfteiligen Fantasyreihe eine wunderbar recherchierte und beschriebene Geschichtsstunde. Dargestellt aus Sicht eines ehemaligen Marinekapitäns namens Laurence und seines Drachens Temeraire, der durch seinen unermüdlichen Wissensdurst und seine fast schon kindliche Naivität diese Bücher zu etwas ganz Besonderem machen beginnt eine magische Reise durch eine Welt, die doch nicht so fremd scheint.

Schreibstil:

Da ich nur die Originalbücher kenne, etwas zur englischen Sprache:

Entsprechend dem Hintergrund der Hauptperson (Navycaptain) und diversen Aufenthalten auf Schiffen muss man sich natürlich erst einmal an die Vielzahl an Begrifflichkeiten gewöhnen. Die Sprache ist ansonsten an die damalige Zeit angepasst, viele der Redewendungen der napoleonischen Zeit werden (zum Glück!^^) verwendet und allgemein ist der Schreibstil auch anspruchsvoll ist. Wobei es der Geschichte angepasst ist, die ebenso anspruchsvoll ist.

Fazit:

Als jemand, der geradezu fasziniert von Geschichte und Drachen ist, liebe ich diese Bücher natürlich und gerade die wunderbare Mischung aus tatsächlicher Geschichte und der eigentliche Geschichte der Bücher erstaunt mich immer wieder. So haben treffen wir nicht nur auf Bonaparte selbst, sondern auch auf andere bekannte Personen der damaligen Zeit und bekommt sehr leicht das Gefühl, zweihundert Jahre in die Vergangenheit zu reisen. Die Drachenrassen unterscheiden sich ebenso vielfältig voneinander wie die Charaktereigenschaften der menschlichen Protagonisten, sind wohl durchdacht und abwechslungsreich.

Die Darstellung der Schlachtszenen ist genauso wie auch die Seereisen zumindest in meinen Augen völlig authentisch und sehr gut recherchiert.

Da ich die Bücher lediglich auf Deutsch lese(n werde), um mit einem Freund eine eigene Temeraire-HP aufzubauen, kann ich derzeit kaum etwas zur Übersetzung sagen, wobei sowohl schon die Übersetzung der Titel zu denken gibt, da sie einfach nur falsch ist. Die wenigsten Drachenrassen in Noviks Romanen können Feuer speien, womit die Übersetzung "Feuerreiter Seiner Majestät" außerordentlich missverständlich ist. Auch die Titel der Offiziere hätte man meiner Meinung nach unübersetzt lassen können, sowohl auch die Namen der Drachenrassen. So zumindest meine Meinung.



Ergebnis:

9,99 von 10 Punkten - Abzug wegen der Übersetzungsfehler, die mich aber kaum interessieren Augenzwinkern
the moonpainter
Titel: The Audacity of Hope - Thoughts on Reclaiming the American Dream

Autor: Barack Obama

Genre: Politik / teilweise Autobiografie

Erscheinungsdatum & Neuauflage: USA 2006; USA 2008, Vintage Books (1st Edition)

ISBN: 978-0-307-45587-1

Inhalt: In The Audacity of Hope beschreibt Barack Obama seine Sichtweise zu verschiedenen Aspekten der US-Amerikanischen, sowie internationalen Politik. Diese illustriert er mit zahlreichen Annekdoten aus seiner Zeit im Senat, sowie aus seinem Privatleben.

Schreibstil: Obama wechselt den Stil mehrfach. Während die autobiografischen Elemente in der Regel sehr ansprechend geschrieben sind, tendieren gerade längere politische erläuterungen dazu unglaublich aufgebläht und staubtrocken zu sein. Dies mag durch das Thema bedingt sein, jedoch schafft er es auch bei kürzeren Erläuterungen diese einigermaßen ansprechend zu formulieren.
Zur englischen Sprache sei gesagt, dass man mit gutem Schulenglisch keine Probleme haben sollte den größten Teil des Buches zu verstehen, so weit mir bekannt gibt es das Buch aber mittlerweile auch auf Deutsch.

Fazit: Ich habe eigentlich weder mit dem Thema, noch mit der Sprache ein Problem. Jedoch musste ich mich durch einige Passagen wirklich durchquälen, was natürlich den Spaß am Lesen um einiges gemindert hat.
Obama schafft es definitiv seine Positionen nachvollziehbar zu erklären, jedoch scheint es öfters, als hätte er beim Schreiben den Leser vergessen. Durch den öfters wechselnden Stil drängt sich auch der Verdacht auf, dass Obama das Buch nicht ganz alleine geschrieben hat.
Etwas negativ fällt auf, dass Obama meist nicht, oder nur kurz auf gegensätzliche Positionen zu seiner eigenen eingeht, weshalb seine Darstellung der Dinge öfters mal eher wie eine reine Selbstdarstellung und nicht wie ein konstruktiver Diskurs wirkt, auch wenn selbst kleinste Aspekte teils in aller Ausführlichkeit behandelt werden.

Ergebnis: Wenn man sich für (amerikanische) Politik interessiert, dann kann das Buch sicher mal lesen, es ist allerdings weit davon entfernt ein literarisches Meisterwerk zu sein. Inhaltlich ist es okay, mehr aber auch nicht.

6/10 Punkten
Quistis
Titel: American Psycho

Autor: Bret Easton Ellis

Genre: Roman

Erscheinung und Neuauflage:
- 1991/93
- 35. Auflage 2004

ISBN: 3-462-02261-X

Inhalt:
Patrick Bateman sieht gut aus, ist gut erzogen und intelligent. Tagsüber sitzt er in seinem Büro in der Wall Street und vergrößert seinen Reichtum. Seine Nächte hingegen verbringt er auf unfassbare Weise. Er ist ein Serienmörder und lebt seinen ganz eigenen amerikanischen Traum.

Schreibstil:
Reger Wechsel zwischen Ich- und Er- Erzählweise, was die gestörte Persönlichkeit des Hauptcharas gut zur Geltung bringt. Zeitweise werden Kapitel mitten im Satz abgebrochen. Insgesamt wird eine recht derbe, tabulose und z.T. vulgäre Sprache angewandt. Die Tötungsszenen werden sehr direkt und detailliert beschrieben.

Fazit:
Ein schockierendes Buch und nichts für schwache Nerven. Das Buch naht einem plötzlichen Unwetter: die ersten 100 Seiten passiert nichts außer Smalltalk, Infos über Kosmetik, und Sex. Und plötzlich überschlägt sich alles. Beim ersten Lesen war ich doch ziemlich geschockt über so viel Brutalität und Grausamkeit. Da das Buch einen offenen Schluss hat, stellt sich dem Leser die Frage: Einbildung oder Realität?

Ergebnis:
Ein schockierendes, verstörendes, sprachgewaltiges und gleichzeitig sensibles Meisterwerk.
9/10 Punkten
Franz Kefka
Titel:
Final Fantasy and Philosophy - The Ultimate Walktrough

Autor:
Prinzipiell sind es an die fünfzehn Autoren, die ihre einzelnen Artikel in den Buch zur Schau geben. Als Lehrer oder Studenten tätig, reichen ihre Bewanderungen und Interessen von Biowissenschaft und Geschichtswissenschaft über Philosphie und Epistemologie. Editor William Erwin ist es, der diese Philosophie Reihe betreibt und u.a. Batman, House, Watchmen, Family Guy, Lost und 24 unter die Lupe genommen hat, ehe er nun Final Fantasy ins Boot holte.

Genre:
Popkultur

Erscheinungsdatum & letzte Neuauflage:
1., Auflage (29. Oktober 2009)

ISBN-Nr.:
978-0470415368

Inhalt:
(Von mir übersetzter Buchrücken):

Existiert Cloud auch in der Realität(und sollte es uns kümmern?)
Ist Kefka wirklich verrückt?
Fürchten sich auch Videospielcharaktere Angst vor den Tod?
Sind Mogrys Teil eines sozialistischen Komplots?
Und ist das Ende des Spieles auch der Bedeutugn desselbigen gerecht?

Final Fantasy ist eines der erfolgreichsten Videospiele aller Zeiten und sein Universum ist vollgespickt mit unwiderstehlichen Charakteren und unglaublichen Geschichten. Mit diesen Buch vermagst du die Weißheiten jahrhundert alter Philosophien auf jedes Spiel, inklusive FFXIII, zu übertragen. Alles was du benötigst, um ein besseres Verständniss von Final Fanatsy zu ergattern, findest du hier. Indem Magier, Mogrys, Feinde und Kefka mit Machiavellismus, Marx, Foucalt und Kafka aufeinandertreffen, erforscht du kritische Thematiken wie Wahnsinn, Nihilismus, Ethik, Shintoismus, die Bedeutung des Lebens und mehr. Und selbstverständlich wird sich dein intellektueller Status durch das Lesen dieses Buches für immer verändern.


Schreibstil:
Teilweise Elemente vom typischem Studenten und Professoren Englisch enthalten, dass aber, wahrscheinlich aufgrund des Themas, oftmals witzig und einfach gehalten wird. Von Trockenheit kann keine Rede sein, vielmehr erklären die Autoren anregend und ausbreitend ihre Themen. Schulenglisch sollte schon vorhanden sein und ein Verständnis für Fremdwörter ist ohnehin Vorraussetzung.

Fazit:
Wie man dem Titel entnehmen, muss man sich für die beiden genannten Bereiche interessieren, um das Buch annähernd interessant zu finden. Schwerpunktmäßig werden insbesonders die Existenzfragen aufgegriffen und das Handeln der Charakter bewertet. Es mag für FF Fans interessant sein, einen Überblick über verschiedene Ansichten zu erlangen und diese auf die Charakter zu übertragen. So tat man sich bei der Befassung mit Kefka nicht so leicht und hat ihn mit der Geschcihte des Wahnsinnes verglichen, wodurch man schon in sozialkritischen Berechen einblickte, ehe man sich erneut versuchte, ein Urteil über ihm zu wägen. Aber insbesonders die Helden und ihr Antrieb und ihre Bedeutung wurde in Frage gestellt und die Verbindung des Videospielcharakters und den Spieler brachte iner sehr persönliche ansprechende Note hervor.
Dennoch muss man sich subjektiven Geplänkel entgegenstellen und die Kürze der einzelnen Kapitel schmäht das Vergnügen. Die versprochene Bekehrugn habe ich vom Anfang an angezweifelt und es es bleibt ein zu offenes Buch.

Ergebnis:
6,5/10 Punkten
Yuki Onna
Titel Autobiographie einer Pflaume

Autor Gille Paris

Gilles Paris ist Pressechef eines grossen Pariser Verlagshauses. Bereits 1991 hat er seinen ersten Roman veröffentlicht: „Papa et maman sont mort“ Dieser wird derzeit verfilmt (Feb. 07)

Genre Roman, Allgemein, Erzähler

ED & NA © 2002 by Plon / Februar 07 von btb

ISBN-Nr. 978-3-442-73480-1

Inhalt

Er hat versehentlich seine fernsehsüchtige Mutter erschossen. Im Kinderheim erfährt der kleine Icare dann zum ersten Mal Zuneigung und Freundschaft. Nicht so sehr von Erwachsenen. Die müsste man mal richtig schütteln, damit sie verstehen und liebevoll und ehrlich sein können, findet Icare, den alle nur Pflaume nennen. Der wilde kleine Junge erlebt jede Menge lustiger und auch gefährlicher Abenteuer, und ganz besonders freut er sich immer auf die Sonntage – denn dann holt ihn der nette Gendarm (Polizist Augenzwinkern ) Raymond zu sich nach Hause, dort gibt es Victor und einen Garten voller Blumen und schöne Musik ...

Schreibstil

Eine total Katastrophe. Bereits als ich die ersten Zeilen hinter mich gebracht habe, war mir klar, dass dieser Stil eine Tortur wird. Es ist so mühsam geschrieben und überhaupt einfach unglaublich ermüdend zu lesen.
Was mich auch so enorm gestört hat war, dass die Übersetzung sich in Sachen Grammatik nicht gerade viel gedacht hat. Für einen Deutschen wärs also noch schlimmer als es für mich war, da ziemlich viel vom französischen Stil einfach direkt übersetzt wurde. Nun ...
Wer etwas anspruchsvolles lesen möchte, sollte unbedingt einen Bogen um dieses Buch machen.

Fazit

Eines der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe. Das ganze hat sich so unendlich lange hingezogen, zumindest kam es mir so vor. Gegen Ende hatte ich wirklich fast die Lust zum Lesen verloren und hab nur noch aus reinen Prinzipen bis zum Ende hin durchgehalten.
Ich hätte wirklich mehr von diesem Buch erwartet, zumindest für den Preis.

Obwohl ich zugeben muss: Die Geschichte an sich ist durchaus ansprechend und meinetwegen auch niedlich und gerecht in Szene gesetzt. Aber der Schreibstil und die miese Übersetzung machen das auch wieder zunichte.
Es gab nämlich ein paar kleine Szenen in diesem Buch, die haben mich wirklich berührt. Aber dann kam wieder ein Abschnitt, der absolut furchtbar war.
Es ist Schade, was der Schreibstil aus dem eigentlich sehr guten Inhalt gemacht hat. Denn rein von der Geschichte und ihrer Aussage würde ich das Buch jedem empfehlen.

Ergebnis

Da ich nicht so streng sein will, gebe ich 5 von 10 Punkten. Der Inhalt selbst ist nicht übel aber der Schreibstil lässt deutlich zu wünschen übrig und ich bin der Meinung, jeder Neuntklässler ist fähig so etwas zu schreiben.
Kimahri
Titel
Der Adept des Assissinen

Autor
Robin Hobb

Robin Hobb, eigentlich Margaret Astrid Lindholm Ogden, (* 5. März 1952 in Berkeley, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Sie schreibt hauptsächlich Fantasy-Bücher, hat aber mit dem Roman Alien Earth auch einen Science-Fiction-Roman geschrieben. In Deutschland wurde sie vor allem durch den Weitseher-Zyklus bekannt.

Genre
Fantasy-Roman

Erste Auflage Mai 1996

ISBN-Nr. 3-404-28231-0

Inhalt

Der Junge Fitz ist der Bastard eines edlen Prinzen und wird in den Ställen des königlichen Haushaltes großgezogen. er ist ein Außgestoßener, dessen bloße Existenz seinen Vater um den Thron gebracht hat. Nur der alte König Shrewd nimmt sich seiner an: Heimlich lehrt er in die Künste der Assassinen. Denn im Blut des jungen Mannes fließt das Erbe der Magie: Ein Talent, sich mit Tieren zu verständigen und andere Menschen zu manipulieren oder ihn sie hieneinzuschauen. Als Babaren das Land überfallen, die Küstengegenden zerstören und zombieähnliche Wesen zurücklassen, wird Fitz auf seine erste Mission geschickt. Nur von ihm hängt dass überleben seines Volkes ab...

Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr gut, ab der ersten Seite hat mich dass Buch gefesselt und ich konnte nur schwer davon wegkommen. Es ist so liebevoll geschrieben und man kann sich sehr gut ihn die Charaktere hineinversetzen. Die Umgebung ist sehr gelungen zu beschreiben. Und die Emotionen sind auch gut umgesetzt. Man versteht auch alles und man kann es fließent lesen.

Fazit

Für neu Einsteiger die dass genre nicht kennen ein guter anfang, da es schonend erzählt wird die geschichte und auch erklärt wird. Ich finde, dass Buch genial und lese es mir noch heute sehr gerne durch, wenn ich zeit habe. Es ist halt ein altes Buch, aber gehört zu den Top drei in meiner Liste. Es hat auch bei mir viele Emotionen hervorgebracht. Und man sieht auch gut, die Zwischenmenschlichen Probleme zwischen zwei Menschen die den anderen die Schuld geben für ihr Leben. Also ich kann es nur empfehlen.

Ergebnis

8 von 10 Weil es wirklich ein super Fantasy-Roman ist und man süchtig auf mehr bekommt. Die Geschichte ist super geschrieben der Schreibstil ist auch gut gemacht. An diesem Buch finde ich kann man nichts bemängeln es hat einfach alles.

Anmerkung
Es gibt mehrere Teile aber leider habe ich sie nie gelesen aber werde es nachholen und es nachtragen.
Kain
Titel

Erebos

Autor

Ursula Poznanski

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren und begann nach einem abwechslungsreichen Schul- und Studienleben als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag, für den sie immer noch tätig ist.
Seit 2003 veröffentlicht sie sehr erfolgreich Kinderbücher, für die sie u.a. mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet und für den Österreichischen Kinder- und Jugendliteraturpreis nominiert wurde.
Bei Loewe legt sie im Frühjahr 2010 mit „Erebos” einen packenden Jugend-Thriller vor, der sich mit den Manipulationsmöglichkeiten virtueller Welten auseinandersetzt und gekonnt die reale mit der Welt des Online-Computerspiels verwebt.
Ursula Poznanski lebt mir ihrer Familie in Wien.

Genre

(Jugend) - Thriller

Erste Auflage

Frühjahr 2010

ISBN 978-3-7855-6957-3

Inhalt

An einer Londoner Schule wird etwas herumgereicht - was es ist, wissen zunächst nur die wenigsten. Und die, die es wissen, hüllen sich in Schweigen. Nicks bester Freund gehört zu dieser Gruppe Schülern, die schweigen. Er schwänzt die Schule sowie das Basketball Training, reagiert auf keine Anrufe und beachtet ihn auch nicht mehr weiter. Eines Tages jedoch erhält auch Nick dieses "etwas". Es stellt sich heraus, dass es eine Raubkopie des Spiels "Erebos" ist. Die Regeln des Spiels sind genauso klar wie streng: Jeder hat nur eine einzige Möglichkeit, es zu spielen. Wer gegen die Drei Regeln verstößt, (Nicht darüber sprechen, nur alleine spielen, alle Aufträge erfüllen, die der Bote stellt und welche in der realen Welt stattfinden) muss das Spiel verlassen. Nick, welcher dem ganzen zunächst skeptisch gegenüber steht, wird abhängig von "Erebos". Doch dann stellt das Spiel die Aufgabe, seinen Englischlehrer zu vergiften. Nick steht vor einer schweren Entscheidung - und dann wird ein Anschlag auf Nick verübt. Was steckt wirklich hinter dem Spiel?

Schreibstil

Der Schreibstil ist wirklich gut gelungen, insbesondere die Perspektivwechsel zwischen Nick und Sarius - seinem Erebos Charakter sind gut gelungen.

Fazit

Aufjedenfall einen Kauf wert. Das Buch startet zwar etwas zäh, wird aber schnell spannend. Und die bereits erwähnten Wechsel zwischen Nick und Sarius und den beiden Welten lassen den Leser eintauchen in eine Welt voller Abenteuer - und in eine Welt voller Alltagsstress.

Ergebnis

Das Buch verdient Neun von Zehn Punkten. Die Story ist echt gut, insbesondere der Schluss hat mich gefesselt. Ein komplexes Gewirr zwischen Spieleherstellern und Vorwürfen.
Isamu
Titel: Jonathan Strange & Mr. Norrell

Autor: Susanna Clarke

Susanna Clarke wurde 1959 in Nottingham geboren. Nach ihrem Studium in Oxford unterrichtete sie Englisch in Turin und Bilbao. Von 1993 bis 2003 arbeitete sie als Kochbuchlektorin bei Simon & Schuster. Gleichzeitig schrieb sie ihren ersten Roman, Jonathan Strange & Mr. Norrell. Sie lebt in Cambridge.

Genre: Phantastischer Roman/ Fantasy

Erscheinungsdatum: 2004

ISBN-Nr.: 3-8333-0333-6

Inhalt: Jonathan Strange & Mr. Norrell spielt im England des 19. Jahrhunderts, in einer Zeit also, in der das Zaubern schon nichts mehr geholfen hat -- ganz im Gegensatz zu jener verloren gegangenen Epoche, als der ebenso große wie dunkle „Rabenkönig“ das ganze Land mit seiner Magie überzog. Jonathan Strange ist ein junger Zauberer, der sich von der rätselhaften Macht seines Vorgängers verzaubern lässt -- sehr zum Ärger seines brillanten Lehrmeisters Mr. Norrell, der sogar Steine zum Sprechen bringen kann. Zwischen dem eifersüchtigen Norrell und seinem merkwürdigen Schüler kommt es zum Duell der Giganten, bei dem mehr auf dem Spiel steht als ihre Partnerschaft.

Schreibstil: Ich war wirklich beeindruckt, wie überzeugend Susanna Clarke es schafft, durch ihren antiquierten Schreibstil den Geist des Englands des 19. Jahrhunderts einzufangen. Stilistisch ein wenig an Jane Austen erinnernd, aber auf eine sehr positive weise. Ich persönlich hätte sie als eine Autorin des 19. Jahrhunderts eingestuft, so authentisch gebraucht sie die Sprache und den Erzählstil des 19. Jahrhunderts. Das ganze wirkt stets ein wenig distanziert, jedoch nie in einer Art, dass man sich nicht vollkommen in das Geschehen hinein empfinden kann. Wie schon erwähnt erinnerte es mich ein wenig an Jane Austen, gerade wegen des subtilen englischen Humors und der Ironie, mit der das Leben und die für heutige Verhältnisse oft seltsamen und verstaubten Sitten des damaligen Londons wiedergegeben werden.

Fazit: Jonathan Strange & Mr. Norrell ist für mich eine Perle unter den phantastischen Romanen. Man könnte es gerade noch so unter Fantasy einordnen, aber dafür ist das ganze wohl schon zu realistisch aufgezogen. Und das ist für mich das wirklich beeindruckende an dem Buch: Obwohl Magie durchaus eine große Rolle spielt, wird sie so realistisch und gleichzeitig untypisch und in keinster Form kitschig oder fantasylastig dargestellt, dass man spätestens nach 100 Seiten fast wirklich glauben kann, dass es damals Magie gegeben hat, weil alles absolut logisch und in sich schlüssig dargestellt wird. Da ist nichts mit Zauberstabgewedel oder ähnlichen Klischees. Hinzu kommt die enge Verknüpfung mit historischen Ereignissen, die dem ganzen noch zusätzlich würze verleiht.
Neben der Magie liegt das Augenmerk allerdings hauptsächlich auf dem Leben der Engländer im 19. Jahrhundert, das wirklich perfekt dargestellt wird. Dazu trägt, wie oben schon erwähnt, der Schreibstil eine große Rolle bei, denn die Autorin schafft es gerade durch ihren Stil und die ganze Erzählform wirklich ausgezeichnet, den Geist und das Leben des 19. Jahrhunderts einzufangen, dass es schon alleine deswegen ein Lesevergnügen ist.
Die Charaktere - allen voran natürlich Jonathan Strange und Mr. Norrel - sind wirklich einzigartig und authentisch dargestellt. Ich kann eigentlich nur lobende Worte für das Buch finden.
Jedermanns Geschmack wird es allerdings nicht treffen. Wer viel Action und große Gefühle oder Kitsch braucht ist mit dem Buch eindeutig falsch beraten. Das Buch beginnt recht schleppend - erstaunlicherweise habe ich mich allerdings keine Sekunde gelangweilt und fand es durchgehend spannend. Anfangs passiert recht wenig. Genau genommen weiß man trotz der gut 1000 Seiten eigentlich erst etwa bei Seite 700, worauf das ganze eigentlich hinauslaufen soll. Im Laufe des Buches habe ich mich oft gefragt, was genau das Ziel des Buches ist, da der rote Faden sehr subtil gelegt und oft kaum erkennbar ist. Das ganze kommt also erst auf den letzten 300 Seiten wirklich in fahrt, hatte für mich persönlich aber auch davor kaum bis gar keine Durchhänger.
Besonders angetan haben es mir auf jeden Fall die letzten 300 Seiten, die teils eine wirklich unbehagliche und gruselige Atmosphäre hatten. Und das ist auch eine der absoluten Stärken des Buches: Die wirklich dichte Atmosphäre, die von der ersten bis zur letzten Seite da ist.

Ergebnis: Für mich auf jeden Fall ein ganz großes Werk, das den Vergleich mit großen Klassikern des vorletzten Jahrhundets nicht scheuen braucht, und auch wenn es gewiss nicht jedermanns Sache ist, ist es für mich eindeutig die größte Entdeckung unter den Phantastik/Fantasy-Romanen. Daher 10 Punkte.