Pflichtlektüre - Die ewigen Klassiker!

LastOfABreed
Wir alle kennen sie - die ewigen Klassiker. Bücher, die jeder mal gelesen haben sollte. Während einige davon tatsächlich Schulmäßig gelesen werden, wollen Schulen uns oftmals auch Dinge andrehen, die zwar alt, aber keineswegs zeitlos oder gar wirklich wichtige Bücher sind. Es gibt ja bereits einen sehr schönen Thread über Schullektüren und hier interessiert es mich nun brennend, welches Buch man eurer Meinung nach als absolute Pflichtlektüre bezeichnen kann. Welche Bücher muss man unbedingt mal gelesen haben und warum?

Meiner Meinung nach, sind 100%tig die beiden George Orwell Bücher Farm der Tiere und 1984 absolute Pflichtbücher. Beide sind sehr Gesellschaftkritisch und während die Farm der Tiere das Entstehen von Hierachien in einem zu Beginn gleichen und im Prinzip wünschenwerten Kosmos aufzeigt, erzählt 1984 eine vielleicht (im Ansatz) nicht allzuferne Zukunft. Beide Bücher mögen nicht für jederman leicht verdaulich sein und ich bezweifle, dass jeder Leser ihnen etwas abgewinnen kann, dennoch gehören diese beiden Werke meiner Meinung nach unbedingt auf die Liste "Must read!" eines jeden, da die Themen immer präsent sein werden und jeder Mensch im Laufe seines Lebens einmal damit konfrontiert werden sollte, wovor er sonst vielleicht die Augen verschließt.

Für mich persönlich würde desweiteren auch unbedingt der Graphic Novel Watchmen gehören auf eine solche Liste gehören. Nicht nur, dass Alan Moore's Geschichte ein Jahrhundertwerk ist, es hat auch einen enormen Teil zum Erwachsenwerden von Comics beigetragen. Nebenbei ist es mal eine der krassesten Einsichten in menschliche Psyche und Verhalten, ein tragischer Epos wie es ihn nur selten gibt. Hat man Watchmen einmal gelesen, dann merkt man schnell, dass Comics zurecht als Literatur gesehen werden müssen, eine Tiefe wie diese Geschichte vermisst man bei "richtigen Büchern" leider allzu oft. Einmal in diese Welt eingetaucht, kommt man nie ganz von ihr los.

Ebenfalls sehr wichtig finde ich das Buch Die verlorene Ehre der Katharina Blum (oder Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann), wobei ich mir hier sehr sicher bin, dass der ein oder andere mir widersprechen wird. Ich kann im Nachhinein nicht mal genau sagen, was dieses Buch letztlich so lesenswert macht, denn der Schreibstil ist nicht unbedingt ansprechend und auch die Protagonisten sind es nicht. Der Inhalt jedoch hat es in sich, den Einfluss und die Auswirkung, die Hetzpropaganda auf einen Menschen und dessen Handeln haben können, wird in drastischer Weise dargeboten und ich denke, dass es wohl eben dieser Teil von Böll's Schmähschrift ist, der das Buch in meinen Augen zu einem absoluten Klassiker macht.

Weiterhin sollte man auch Andorra von Max Frisch gelesen haben. Ich selbst hatte es in der Schule letztes Jahr und nach anfänglicher Skepsis hab ich in diesem Drama dann doch einen echten Klassiker gefunden. Ähnlich wie in Böll's Buch geht es hier wieder um den Einfluss, den andere auf uns haben können und wieder endet das ganze tragisch. Dieses Buch ist zwar für den Rest meiner Klasse eine Qual gewesen, aber wenn man sich auf es einlässt und die Botschaft dahinter erkennt, dann ist das Buch wirklich toll. Sollte man zumindest mal versucht haben.

Auch ein Klassiker soll ja das Buch Der seltsame Fall des Doktor Jekyll und Mister Hyde sein und ich werd mir das bald mal besorgen, kann mir das einer vielleicht empfehlen oder ist es eher zum abraten? (Gleiche Frage tut sich übrigens auch bei In achtzig Tagen um die Welt auf).

Und was denkt ihr? Was sind eure absoluten Klassiker, die jeder mal gelesen haben sollte? (Hierbei müsst ihr jetzt aber nicht an "alte" Bücher denken, in den "modernen" Zeiten in denen wir leben kann ja auch "Harry Potter" ein Klassiker sein.) Ich bin gespannt auf eure Liste Freude

(und habe übrigens keinen solchen Thread gefunden, sollte es aber einen geben, kann das hier natürlich weg ;])
Isamu
Zitat:
Auch ein Klassiker soll ja das Buch Der seltsame Fall des Doktor Jekyll und Mister Hyde sein und ich werd mir das bald mal besorgen, kann mir das einer vielleicht empfehlen oder ist es eher zum abraten?


Unbedingt lesen!!!! Ich hab's selbst erst vor kurzem gelesen, bin eher durch Zufall dazu gekommen, weil ich das Musical wahnsinnig toll finde. Das Buch ist ja recht kurz - leider. Aber es ist wirklich wahnsinnig spannend und in einem sehr schönen Stil geschrieben. In der ersten Hälfte wird dabei aus der sich von Dr. Jekylls Freund geschrieben, der nach und nach der Verwandlung seines Freundes in Mr.Hyde auf die Schliche kommt. Die zweite Hälfte des Buches ist eine Niederschrift von Dr.Jekyll, in der er genauer auf seine Beweggründe, Gedanken über das Experiment und seine Anschauungen über Gut und Böse und die menschliche Psyche eingeht - sehr interessant, besonders, weil einem nach und nach kommt, dass Dr.Jekyll zwar gar nicht so unrecht hat, aber eben auch nicht ganz.
Ich kann's jedem nur empfehlen. Zählt neben Dracula zu meinen absoluten Favoriten unter den Klassikern. Schade, dass es so kurz ist.
Xanos
Ich weiss nicht, zum einen werde ich Faust II noch lesen, weil der in der Schule nicht behandelt wird und nebenbei würde ich das Buch die Decamronen mir besorgen, aber momentan bin ich noch zu beschäftigt. Die Leiden des junge Wärters habe ich nie in der Schule behandelt und deshalb nehme ich es mir auch mal vor. Ben Hur von Lewis Wallace werde ich mir auch noch vornehmen. Das waren so die Klassiker, die ich mir noch vornehmen werde. Die Kurgeschichten-Sammlung von Edgar A. Poe habe ich schon ansatzweise durchgelesen und fand sie ganz cool. Die erste heisst Die Maske des roten Todes, aber ich weiss nicht, wie die ganze Kurzgeschichten-Sammlung zusammengehört.
Ifris
Als verkappte Leseratte, die erst heute wieder zwölf neue Bücher gekauft hat, ist der Thread hier doch recht ansprechend *g*

Harry Potter wurde ja schon genannt und auch wenn nicht jeder Fan des Zauberers ist, so sollte man es gerade in heutiger Zeit doch zumindest mal probiert haben. Der Einfluss und die Bedeutung der Reihe ist einfach atemberaubend und wenn es auch als Kinderbuch anfängt, so wächst die Reihe doch mit dem Protagonisten mit.
Ich kann natürlich jeden Potter"hasser" irgendwo verstehen, immerhin sind Geschmäcker verschieden, aber reingucken sollte man schon mal Augenzwinkern

Der Herr der Ringe - ich weiß nicht, ob der noch als "moderner" Klassiker gilt oder nicht, aber für Fantasyfans führt einfach kein Weg an den Vater der modernen Fantasy vorbei. Pflichtlektüre für jeden Fan dieser Art der Literatur!

Zu den "klassischen Klassikern" gehört neben den genannten natürlich auch eine gewisse Auswahl an Dramen. Shakespeare muss man jetzt nicht unbedingt im Original gelesen haben (was bei bilingualen Ausgaben aber auch gar nicht so schwer ist), aber zumindest sollte man schon wissen, was Midsummer night's Dream, Romeo & Juliet und ähnliche Dramen sind.

Dantes Göttliche Komödie zählt für mich eigentlich auch zu Pflichtlektüren, genauso natürlich auch - gerade im deutschsprachigen Raum - Klassiker von Goethe, Schiller und Konsorten.

Es ist irgendwie schwer, eine genaue Auswahl zu treffen. Im Grunde sind die Vorlieben so unterschiedlich und nicht jeder ist Fan von einen oder anderen.

LG Ifris
Blitzballwizard
Mindestens zwei Bücher fehlen hier Noch:

Aldous Huxley: Schöne neue Welt
In diesem Buch wird deutlich, wohin unkritischer Technikglaube führen kann. Sollte man unbedingt gelesen haben.

Das Tagebuch der Anne Frank sollte jeder kennen. Wer dieses Buch aufmerksam liest und ein bisschen Hirnschmalz hat, kann kein Nazi werden. Ich wüßte nicht welches Buch besser und nachvollziehbarer beschreibt, was die Juden in der Nazizeit durchmachen mussten.
EmmaHoneywell
Was würd ick empfehlen?

Momo und Unendliche Geschicht von M. Ende

Melodie von Mintaka 2.Teil der Cluster Trilogie von Piers Anthony

Der steile Horizont von Christopher Priest

Die dreibeinigen Herrscher (The Tripods
FFFreak
Also als Zeitlose Klassiker sollte man dann wohl noch die Säulen der Erde von Ken Follett benennen.

Außerdem will ich zum Herrn der Ringe auch noch der kleine Hobbit hinzufügen.

Von Markus Heitz die Zwergen Quadrologie finde ich mittlerweile sogar noch besser als Herr der Ringe.

Stephen King lese ich zwar nicht mehr aber Bücher wie "Es" oder Shining kann man wohl auch als Horror Klassiker ansehn.
Nebeltanz
°Edgar Allen Poe .... wenn möglich sämtliche Werke Augenzwinkern
°Goethes Faust I & II
°Zusak Die Bücherdiebin ... ich habe selten ein Buch gelesen, dass so atemberaubend und faszienierend geschrieben wurde


und natürlich -wie einige schon erwähnten- die Werke Tolkiens. Wobei ich mich da nicht nur auf Herr der Ringe festlegen würde sondern auch die anderen Werke nenne ... Sillmarillion, der kl. Hobbit, Nachrichten von Mittelerde & die Kinder Turins ... für manche ein vllt nicht ganz leichter Tobak, dennoch ein muss, wie ich finde Augenzwinkern

EDIT: nicht zu vergessen Shakespeare (Hamlett, Mitsommernachtstraum)
the moonpainter
Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu...

*Zoe Jenny - Das Blütenstaubzimmer: Es gibt viele Leute die gerne so tun, als sei nach Borchert in der deutschen Literatur nichts mehr passiert, diese Leute sind es die dieses Buch auch öfters mal völlig verissen haben (wenngleich es auch einge gute Kritiken bekommen hat). Eigentlich ist die Handlung dieses Buches auch sehr flach, aber es geht hier auch nicht um die Handlung, sondern um die Personen (inbesondere die Protagonistin) an sich und ihr Verhältnis zum Rest der Welt.

*Georg Büchner - Woyzeck / Wozzeck: Es ist zwar nur ein Fragment, aber ein großartiges. Ein Werk voller Kontraste, Sozialkritik (die man in Teilen auch heute noch anwenden kann), welches zudem durch seinen Stil an Authenzität gewinnt. Klick

*Wolfgang Borchert - Die lange lange Straße lang: Kein Buch, sondern Kurzprose, dennoch sehr empfehlenswert. Eines der wenigen Werke Borcherts die nicht so unglaublich plakativ und mit Symbolen vollgestopft sind. Bedingt funktioniert es auch außerhalb des eigentlichen Kontextes und schafft es ein Gefühl der Einsamkeit, Leere und Verzweiflung glaubhaft zu vermitteln.

*Haruki Murakami - Mister Aufziehvogel: Ein absolutes Meisterwerk. Hier werden nicht nur die typischen Motive Murakamis eingebracht, auch der Kontext der Geschichte ist umglaublich umfassend. Dadurch wird das Buch bisweilen zwar etwas zäh, aber durch die Kombination der Murakami Motive und des Kontexts entsteht eine Gesamtperspektive auf die Gesellschaft und den Einzelnen darin, die länger wirkt als man das Buch liest.
Quistis
Stephen Hawking - Eine kurze Geschichte der Zeit
>unglaublich lehrreich, spannend und total verwirrend

Sergej Lukianenko - Wächterquadrilogie

Dirk Bernemann - Ich hab die Unschuld kotzen sehen 1+2

Bret Easton Ellis - American Psycho

Theodor Fontane - Effi Briest

Bram Stoker - Dracula

Noah Gordon - Der Medicus

Donna Woolfolk Cross - Die Päpstin

Ken Follett - Die Säulen der Erde
shelke
Hm. Es gibt ne Menge Klassiker, von denen jeder zumindest gehört haben sollte.
Besonders wichtig finde ich Goethes Faust I. Ist einfach ein geniales Werk, eines der besten, die ich je gelesen habe. Der zweite Teil ist meiner Meinung nach weniger wichtig als der erste.
Dann finde ich persönlich auch Hamlet toll. Es sagt einfach viel aus und gehört meiner Meinung nach zum Allgemeinwissen. Überhaupt sollte man mal was von Shakespeare lesen. Vielleicht ist seine Sprache im Original nicht jedermanns Sache, aber es gibt ja auch Übersetzungen. ^^
Von Georg Büchner sollte man auch gehört haben.

PS: Ich weiß nicht, ob in diesen Thread Harry Potter und co. reinpassen. Es ist zwar auch eines der erfolgreichsten Werke, aber definitiv keine Pflichtlektüre.
Philea
Zitat:
Ich weiß nicht, ob in diesen Thread Harry Potter und co. reinpassen. Es ist zwar auch eines der erfolgreichsten Werke, aber definitiv keine Pflichtlektüre.

Empfinde ich genau so. ^^“ Es erfordert hier noch ein bisschen, bis ich diese Bücher als ewige Klassiker bezeichnen würde.


Ich finde, dass hier vor allem die ehrwürdigen Kinder-Jugendbücher erwähnt werden sollten, wie z.B. "Tom Sawyer" von Mark Twain, "Moby Dick" von Herman Melville, "Onkel Toms Hütte" von Harriet Beecher-Stowe, "Oliver Twist" von Charles Dickens und "Die Schatzinsel" von Robert Louis Stevenson.
Genau so sehe ich eigentlich fast jedes Werk von Johann Christopf Friedrich von Schiller und Johann Wolfgang von Goethe als Pflichtlektüre an!
Wer das Thema 1. Weltkrieg interessant finden, sollte sich auch "Im Westen nichts neues" von Erich Maria Remarque durchlesen. Ich kenne kein anderes Buch, das so Ehrlich und Mitreisend über die Erlebnisse eines Soldaten berichtet, wie dieses. Unglaublich schön!
Für die Horrorfans würde ich immer "Frankenstein" von Mary Shelley empfehlen. Last but not least "Das Parfum" von Patrick Süskind. Dieses Buch durchzulesen ist zum Teil etwas anstrengend aber es macht Spaß. Die Geschichte eines Mörders im 18. Jahrhundert wird hier auf eine sehr veranschauliche Weise beschrieben.
PriestLizard
Alexander Solschenizyn - Ein Tag im Leben (des Iwan Denissowitsch)
Mark Aurel - Selbstbetrachtungen

IMO ebenfalls beides Klassiker. Zweites sicher weniger im Sinne von Literatur sondern philosophisch. Diesbzgl. kann ich auch noch Nikomachische Ethik von Aristoteles empfehlen, bisschen holprig stellenweise, aber sicher interessanter zu Lesen als populärwissenschaftlicher Krempel zu dem Thema.
Ryudarkness
Also ich empfehle die Chroniken von Narnia(einfach wunderbar) von C.S. Lewis.
Cheyenne
Zitat:
Original von LastOfABreed
Meiner Meinung nach, sind 100%tig die beiden George Orwell Bücher Farm der Tiere und 1984 absolute Pflichtbücher.

Da hast du zwei sehr gute Bücher genannt. 1984 ist eines der zwei Bücher, nachdem ich Angst vor der Zukunft hatte - Angst, dass die Welt eines Tages so sein könnte wie in 1984. Eine Dystopie ohne Konkurrenz - besser noch als Brave New World oder A Clockwork Orange - und eine Warnung ohnegleichen. Meiner Meinung nach sollte jeder Führer eines Landes dieses Buch gelesen haben...
Animal Farm fand ich gleichzeitig witzig und lehrreich. Diese beiden gehören definitiv zu den Klassikern.




Zitat:
Für mich persönlich würde desweiteren auch unbedingt der Graphic Novel Watchmen gehören auf eine solche Liste gehören. Nicht nur, dass Alan Moore's Geschichte ein Jahrhundertwerk ist, es hat auch einen enormen Teil zum Erwachsenwerden von Comics beigetragen. Nebenbei ist es mal eine der krassesten Einsichten in menschliche Psyche und Verhalten, ein tragischer Epos wie es ihn nur selten gibt.

Habe ich noch nie etwas von gehört. Ich bin eigentlich gar kein Comic Fan, aber das klingt wirklich interessant!

Zitat:
Original von shelke
PS: Ich weiß nicht, ob in diesen Thread Harry Potter und co. reinpassen. Es ist zwar auch eines der erfolgreichsten Werke, aber definitiv keine Pflichtlektüre.

Warum nicht? Andere Leute haben 'Der Herr Der Ringe' und 'Narnia' als Klassiker genannt. Diese Werke werden auch als Klassiker angesehen. Harry Potter ist meiner Meinung nach kein 'Schmarrn', sondern eine wunderschöne, sehr clever gestrickte Geschichte, die eine grandiose neue Welt eröffnet und die Werte der Freundschaft und Ehrlichkeit an die Kinder, die lesen, vermittelt. Ich finde nicht, dass die geschichte flach ist, da wirklich viele Aspekte des menschlichen Verhaltens beschrieben werden... Wenn ich mal Kinder habe, werden die Harry Potter lesen müssen! Augenzwinkern


Ich habe natürlich noch nicht alle Klassiker gelesen, die es da so gibt, aber ich wurschtel mich durch so gut wie es geht. Die, die mir besonders gefallen haben waren natürlich die schon genannten Orwell-Romane, und dann 'A Clockwork Orange' von Anthony Burgess, mein Lieblingsroman. Heutzutage kennen leider alle nur den Film und dabei wird das Buch, das (wie immer) so viel besser ist, oft vergessen. Auch wenn ich Malcom McDowells schauspielerische Leistung bewundere, an den Alex aus dem Buch kommt er einfach nicht heran. Burgess ist neben einem philosophischem Roman, der die Frage aufwirft, ob man gut ist, wenn man dazu gezwungen wird, auch noch eine amüsante Geschichte gelungen, in der man sich auf einmal in dem Dilemma befindet, dass man den Protagonisten, der eigentlich ein gewalttätiges, gemeines Arschloch ist, plötzlich liebt.

Der neue Roman von Cormac McCarthy (The Road) sollte jetzt schon auf gleicher Ebene wie 1984 angesehen werden und auch mal allen Führern der Erde zugereicht werden. Es geht um einen Vater und seinen Sohn, die durch das verwüstete Amerika ziehen, nachdem die Zivilisation (aus Gründen, die nie verraten werden) nicht mehr existiert. Lest das Buch, bevor der Film rauskommt, damit ihr eure Fantasie bewahrt - die braucht man für diesen recht minimalistisch geschriebenen Roman nämlich mehr als für andere.


Weiterhin fände ich Die Physiker von Dürrenmatt tauglich als Pflichtlektüre. Nicht nur schräg und witzig, sondern auch das etwas verwirrende Thema der Verantwortung der Wissenschaftler erläuternd. Als Theaterstück herrlich. Gab es im Jahrgang meines Bruders auf'm Gymnasium als Aufführung - super lustig, und dennoch klug - solche Bücher gibt es nicht oft.
blume(albertus)
Franz Kafka - Die Verwandlung

Don DeLillo - Unterwelt

Jörg Fauser - Alles wird gut

Fjodor M. Dostojewskij - Schuld & Sühne. Ein Blick sind auch seine Aufzeichnungen aus dem Kellerloch wert.

Chuck Palahniuk - Flug 2039

Philip K. Dick - Der galaktische Topfheiler

Manès Sperber - Wie eine Träne im Ozean


Wer was zu den Büchern wissen möchte, darf gerne fragen. Auf alle einzugehen, das ist im Moment zu viel Arbeit, vor allem weil die Stories teilweise sehr, sehr komplex sind.
nue
Viel wurde ja schon gesagt aber ein paar hätte ich auch noch:

Philip K. Dick - Blade Runner (wenn wir schon dabei sind)

Lyman Frank Baum - Der Zauberer von Oz

Lewis Carroll - Alice im Wunderland

Wenn man ausserdem auf Fantasy Literatur steht sollte man sich unbedingt ZWINGEND Stephen King's - Der Dunkle Turm 1 - 7 antun!
cloud83
Spontan fallen mir folgende Bücher ein:

Die Nibelungensage und Nathan der Weise.

Harry Potter und Herr der Ringe.

Die kurze Geschichte der Zeit von Stephen Hawking.
LastOfABreed
Ich hab Der Seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde inzwischen gelesen und auch wenn inzwischen jedem das Motiv/der "Twist" der Geschichte bekannt sein sollte, ist es doch lesenswert. Auch wenn wirklich fast jeder schon weiß, was es mit Jekyll/Hyde auf sich hat, war das Ende für mich relativ überraschend, passte aber perfekt. Gute Sache, kann man auch schnell mal lesen, so lang ist das nicht. Sollte man wohl mal machen.

Desweiteren habe ich ENDLICH einen Sammelband von Bertolt Brecht's Geschichten vom Herrn Keuner die eigentlich alle lesenswert sind. Perfekte Prosageschichten, wobei vorallem "Wenn die Haifische Menschen wären", "Maßnahmen gegen die Gewalt", "Die Frage, ob es einen Gott gibt" und "Das Wiedersehen" unbedingt gelesen werden müssen. (Eigentlich MUSS man aber alle lesen.) Aber Achtung, wer sein Hirn nicht anschalten und über das was er liest ernsthaft nachdenken will, wird keinen Spaß dran haben (und wohl auch kaum das Ausmaß des gelesenen verstehen).

Ebenfalls gelesen habe ich jetzt auch mal das hier im Thread bereits genannte Buch Die Verwandlung von Franz Kafka. Und was soll ich noch dazu sagen? Ein echter Klassiker, wobei mich gerade die letzten Sätze des Buches derbe geflasht haben. Heftige Geschichte, toller Autor, absoluter Klassiker. Ich lese im übrigen grade das nächste von Kafka, was bisher auch sehr empfehlenswert ist, nämlich Der Prozess.

Das wären erstmal meine "neuen" Klassiker im Bereich der Literatur. Hab auch noch einiges von Nietzsche ("Zur Genealogie der Moral", "Jenseits von Gut und Böse", "Menschliches, Allzumenschliches" und natürlich "Der Antichrist") sowie einige Brecht Sachen stehen, mal gucken, was davon alles noch in diesen Thread wandern wird Augenzwinkern

Oh und - Cheyenne, hast du dir Wachtmen eigentlich inzwischen angesehen? Und wenn ja, was sagst du dazu?^^
Calypso
Persönliche Favoriten, welche NOCH nicht in den Status eines 1984 aufgestiegen sind...
-Fight Club
-Hiobs Spiel - zweites Buch: traumtänzer