Tanja Heitmann - Morgenrot usw.

Meykota
Hallo^^

Da ich am Donnerstag endlich "Morgenrot" zu Ende gelesen habe, würde ich nun gerne eure Meinung dazu hören^^

Meine ist eher schlecht als recht... Zu erst kam es für mich wie ein Biss-Abklatsch rüber, das hat sich dann aber ab Seite 150 oder so geändert, dann wars einfach nur noch schlecht.

Ich zähl mal zusammen:

Charaktere, die man nicht charakterisieren kann.
Eine Story, die man nicht im Kopf behalten kann.
Eine Story, die selbst KH2 in der Blödheit übertrumpfen kann. (Sorry, KH2-Fans^^)
Eine Erzählform, die locker als Ich-Erzählung durchgehen kann.
Eine Hauptfigur, die immer erregt ist, wenn der Autorin nichts mehr einfällt.

Joah, das ist meine Meinung grob zusammengefasst^^

Ich meine auch zu denken, dass das Buch in der Kinder- bzw. Jugendliteratur nichts zu suchen hat, da es schon sehr in die erwachsene Richtung geht.

Spoiler
Adam küsste sie leidenschaftlich, öffnete ihre Bluse, um ihre Brüste mit Küssen zu bedecken. Er wanderte mit seiner Zunge weiter runter und streifte dabei ihre Hose ab. "Adam", flüsterte Lea. Er antwortete nicht, sondern sah nur flüchtig zwischen ihren Beinen hervor.


... Kinderbuch? Also nem Kind würde ich das nicht zu lesen geben. Oder auch:

Spoiler
Adam und Lea werden entführt und kommen in eine Höhle des Kollektors. Und was machen die? Haben hemmungslosen Sex, während der notgeile, schwule Typ (hab seinen Namen schon wieder vergessen...) sich denen nähert und sich an den rhythmischen Geräuschen aufgeilt. Mal davon abgesehen... Die sind entführt, in einer Höhle, könnten getötet werden und was machen die!?


Zur Story kann ich nur so viel sagen, dass ein Typ, der die Fäden zieht, auch gereicht hätte. Zwei (oder doch drei?) waren wirklich zu übertrieben.

Meiner Meinung nach hätte das Buch locker eine Trilogie füllen können, dann hätte man für einiges mehr Zeit gehabt und müsste auch nicht so sprunghaft hin und her springen. Das Sprunghafte hat mich auch genervt. Man bekommt nicht mit, welche Zeit nun ist, erst nachdem man ein paar Seiten weiter gelesen hat, bemerkt man, dass man wieder in der Gegenwart ist. Man hätte wenigstens einen Vermerk machen können, um das zu zeigen.

Zu den Charakteren kann ich nicht sonderlich viel sagen, nur dass man sie nicht sonderlich charakterisieren kann. Außer Nathalie, die hatte einen Charakter, die anderen leider nicht - ganz schlecht für ein Buch.

Das einzig positive, was ich dem ganzen Mist abgewinnen kann, ist dass sie am Ende noch einmal auf das Bild "Der Mönch am Meer" von Friedrich eingeht. So schließt sich der Kunstkreis wieder.

Warum ich es zu Ende gelesen habe?
Nun, meiner Meinung nach hat man nicht das Recht, sich über ein Buch aufzuregen (und das habe ich getan, meine Ärztin hätte sich endlich mal über höheren Blutdruck gefreut^^), wenn man es nicht zum Ende gelesen hat.

- Rezension Ende -^^