Bücher-Zitate

Isamu
Mit Yuki’s freundlicher Genehmigung hier nun ein Thread, in dem ihr eure Lieblings-Buchzitate verewigen könntAugenzwinkern
Egal, ob nur ein kurzer Satz, oder ein längeres Zitat, solange es aus einem Buch ( oder auch aus einer Fanfiction/Geschichte/Kurzgeschichte aus dem Forum z.b.) ist. Wer Lust hat, kann gerne noch einige Anmerkungen zu den einzelnen Zitaten anbringen, die jeweiligen Zitate aber bitte immer mit Autor und Titel des Buches angeben.

Um mal mit gutem Beispiel voranzugehen, hier ein paar Zitate aus meiner Sammlung:


So bemühte sich die arme Dulderin, andere und sich selbst zu trösten. Sie gewann wirklich die Ergebung, nach der sie verlangte. Aber ich, der wahre Mörder, spürte den unablässig nagenden Wurm in meiner Brust, der mit keine Hoffnung und keinen Trost gestattete. Auch Elisabeth weinte und war unglücklich; aber ihre Verzweiflung war die Verzweiflung der Unschuld, die wie eine über den hellen Mond ziehende Wolke seinen Schein eine Weile lang zu verbergen, aber nicht zu trüben vermag. Not und Qual waren mir ins tiefste Herz gedrungen. Ich trug eine Hölle in mir, die nichts austilgen konnte.
(Mary Shelley - Frankenstein)


Und das alles nur, weil der betreffende Ratsherr an einer beiläufigen Äußerung Cabals Anstoß genommen hatte. Dieser hatte über die Frau des Bürgermeisters gesagt, als er das letzte Mal einen derart aufgedunsenen Körper gesehen habe, seien überall die Maden herausgekrochen. Die Tatsache, dass die Beobachtung zutraf, tat nichts zur Sache.
(Jonathan L. Howard - Seelenfänger)

„Ich hätte dich schon vor Jahren in die Schranken weisen sollen, Cabal, als wir uns zum ersten Mal gegenüberstanden. Du hast nie verstanden, welche Macht ich mir erwarb, welche kosmischen Einflüsse durch dieses sterbliche Gerippe fließen. Ich besitze magische Kräfte, die über deinen Horizont hinausgehen.“
„Du meinst wohl den Trick, wo jemand eine Spielkarte unterschreibt, du sie verbrennst und sie dann unversehrt in einer Orange eingerollt wieder auftaucht, nicht wahr? Stimmt, den habe ich nie verstanden.“
(Jonathan L. Howard - Seelenfänger)


„Von jedem Baum hingen Leichen herab. Manche sind vielleicht erst gestern gestorben. Andere sind nur noch uralte Skelette, die in rostigen Rüstungen stecken. Ich kam an einen hohen Turm, der aus grob behauenen Steinen besteht. In den Mauern waren ein paar winzige Fenster. In einem von ihnen schien Licht, und man konnte den Schatten einer Person erkennen, der herausschaute. Neben dem Turm war eine Lichtung, durch die ein Bach floss. Dort stand ein junger Mann. Er sah bleich und krank aus, hatte tote Augen und trug eine britische Uniform. Er erzählte mir, er sei der Herr der Burg vom herausgerissenen Auge und vom herausgerissenen Herzen.“
(Susanna Clarke - Jonathan Strange & Mr. Norrell)


Er wäre ja nicht einmal sicher, am Leben zu sein, da er leben würde wie ein Toter. Ich schiene mit leeren Händen dazustehen. Aber ich wäre meiner sicher, aller Dinge sicher, sicherer als er, meines Lebens sicher und dieses Todes, der bald kommen würde. Ja, ich hätte nur das. Aber zumindest besäße ich diese Wahrheit, genauso wie sie mich besäße.
(Albert Camus - Der Fremde)


Deep into that darkness peering, long I stood there wondering, fearing,
Doubting, dreaming dreams no mortal ever dared to dream before;
But the silence was unbroken, and the darkness gave no token,
And the only word there spoken was the whispered word, `Lenore!'
This I whispered, and an echo murmured back the word, `Lenore!'
Merely this and nothing more.
(Edgar Allan Poe - The Raven)


„Ich bin derjenige, welchen Sie verkauft, preisgegeben, entehrt haben; ich bin derjenige, dessen Braut Sie mit Schmach bedeckten; ich bin derjenige, auf welchen Sie traten, auf dem Sie fortschritten, um sich zum Glück aufzuschwingen; ich bin derjenige, dessen Vater Sie vor Hunger sterben ließen, den Sie verurteilt hatten, ebenfalls vor Hunger zu sterben, und der Ihnen dennoch vergibt, weil er selbst der Vergebung bedarf; ich bin Edmond Dantes.“
(Alexandre Dumas - Der Graf von Monte Christo)


Zum Tode verurteilt!
Seit fünf Wochen lebe ich nun mit diesem Gedanken, immer allein mit ihm, immer erstarrt von seiner Gegenwart, immer gebeugt unter seinem Gewicht.
Einst – denn es scheinen mir eher Jahre als Wochen zu sein – war ich ein Mensch wie alle anderen. Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute hatte ihre Idee. Mein Geist war jung und reich und voller Phantasien. Es machte ihm Freude, eine nach der anderen zu entwickeln, ohne Ordnung und ohne Zweck den rauen und dünnen Stoff des Lebens mit unerschöpflichen Arabesken ausschmückend.
(...) Jetzt bin ich ein Gefangener. Mein Körper liegt in einer Zelle in Eisen, mein Geist ist im Gefängnis einer Idee. Einer schrecklichen, blutigen, unversöhnlichen Idee! Ich habe nur noch einen Gedanken, eine Überzeugung, eine Gewissheit: zum Tode verurteilt!
(Victor Hugo - Der letzte Tag eines Verurteilten)
Fairy Tail
Weil er an Wunder glaubt, geschehen auch Wunder. Weil er sich sicher ist, dass seine Gedanken sein Leben verändern können, verändert sich sein Leben. Weil er sicher ist, dass er der Liebe begegnen wird, begegnet ihm diese Liebe auch.
(Paulo Coelho - Krieger des Lichts)


Am Anfang der Liebe ist Sehnsucht, von Sehnsucht wird sie begleitet, und von ihrem Ende kündet erneut eine Sehnsucht, nach einer anderen Liebe, einem anderen Leben. Liebe wird oft nicht als das, was ist, erfahren, sondern als das, was fehlt. Menschen sind enttäuscht von ihr, entbehren sie, sehnen sich erneut nach ihr. In der Liebe kreuzen sich Natur und Kultur, und sie ist die wohl größte Bewegkraft im Leben des Menschen.
(Wilhelm Schmid - Die Liebe neu erfinden)


Erst muss, bevor die Welt sich ändern kann, der Mensch sich ändern.
(Berolt Brecht - Die Heilige Johanna der Schlachthöfe)


Was immer du tun kannst oder wovon du träumst - fange damit an. Kühnheit besitzt Genie, Macht und magische Kraft.
(Yvonne Dolan - Schrifft für Schritt zur Freude zurück)


Tu den Schritt und wirf einmal alles weg. So wirst du plötzlich die Welt wieder mit hunderten schönen Dingen auf dich warten sehen.
(Hermann Hesse - Rosshalde)


Wenn dein eigenes Leben in Ordnung ist, fühlst du dich mit dir selbst im Einklang, und deshalb siehst du auch klarer in deiner Beziehung.
(Yvonne Dolan - Schrifft für Schritt zur Freude zurück)


Eine gewisse geistige Beschränktheit ist ja aber wohl eine fast unerlässliche Eigenschaft wenn nicht für jeden Erfolgsmenschen, so doch zumindest für jeden ernsthaft auf Gelderwerb bedachten.
(F. Dostojewski - Der Idiot)
Yuki Onna
So, hoffe es ist genehm, wenn ich einfach nur von einem Buch zitiere *g* Aber "Das Bildnis des Dorian Grey" von Oscar Wilde hats mir einfach angetan.

Lord Henry:
"(...) Aber der Tapferste unter uns hat Angst vor sich selber. Die Selbstverstümmelung der Wilden lebt in tragischer Weise in der Selbstverleugnung fort, die unser Leben verstümmelt. Wir werden für unser Verlangen gestraft. Jeder Trieb, den wir ersticken möchten, wühlt sich im Geiste fort und vergiftet uns. Der Körper sündigt nur einmal und hat die Sünde abgetan, denn das Tun ist eine Art Reinigung. Es bleibt nichts übrig als die Erinnerung an eine Lust oder der köstliche Schmerz, dass sie vorbei ist. Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben. Widerstehe ihr, und deine Selle wird krank vor Sehnsucht nach den Dingen, die sie sich selber verboten hat, vor Verlangen nach dem, was ihre ungeheurlichen Gesetze zu etwas Ungerheurlichem und Gesetzeswidrigem gemacht haben. (...)"


Ausschnitt aus dem Dialog zwischen Mutter und Tochter (Sibyl & Mrs. Vane)
Aus dünnen Lippen sprach Weisheit zu ihr von dem abgwetzten Lehnstuhl aus, verwies auf die Klugheit und sagte Stellen aus dem Buch der Feigheit, das vom gesunden Menschenverstand verfasst ist. (...)


Lord Henry zum Zweiten
"(...) Ich bin gerade mit einer Analyse der Frauen beschäftigt, daher muss ich es wissen. Der Gegenstand ist nicht so verworren, wie ich dachte. Ich finde, es gibt schliesslich nur zwei Arten von Frauen, die schlichten und die geschminkten. Die schlichten sind sehr nützlich. Wenn du in den Ruf der Ehrbarkeit kommen willst, musst du nur mit einer von ihnen zu Abend essen gehen. Die andern Frauen sind sehr reizend. Einen Fehler jedoch begehen sie: Sie gebrauchen Farbe in der Absicht, jung auszusehen. Unsre Grossmütter gebrauchten Farbe, um glänzend zu plaudern. Rouge und Esprit gingen gewöhnlich zusammen. Das ist jetzt alles vorbei. Solange eine Frau zehn Jahre jünger aussehen kann als ihre Tochter, ist sie völlig zufriedengestellt.(...)"


Dorian Grey
(...) Ich bin jetzt vollkommen glücklich. Zuvörderst weiss ich jetzt, was das Gewissen ist. Es ist nicht das, was du mir gesagt hast. Es ist das Göttlichste, was wir haben. Höhne nicht darüber, Harry, nie mehr - zumindest nicht vor mir. Ich will gut sein. Ich kann den Gedanken nicht ertragen, eine hässliche Seele zu haben. (...)"
Isamu
Zitat:
Zitat von Yuki Onna
Lord Henry:
"(...) Aber der Tapferste unter uns hat Angst vor sich selber. Die Selbstverstümmelung der Wilden lebt in tragischer Weise in der Selbstverleugnung fort, die unser Leben verstümmelt. Wir werden für unser Verlangen gestraft. Jeder Trieb, den wir ersticken möchten, wühlt sich im Geiste fort und vergiftet uns. Der Körper sündigt nur einmal und hat die Sünde abgetan, denn das Tun ist eine Art Reinigung. Es bleibt nichts übrig als die Erinnerung an eine Lust oder der köstliche Schmerz, dass sie vorbei ist. Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben. Widerstehe ihr, und deine Selle wird krank vor Sehnsucht nach den Dingen, die sie sich selber verboten hat, vor Verlangen nach dem, was ihre ungeheurlichen Gesetze zu etwas Ungerheurlichem und Gesetzeswidrigem gemacht haben. (...)"


Hach ja, Lord Henry und seine ewigen Ausschweifungen. Wie ich ihn gehasst habe *gg* Erinnert mich aber daran, dass ich das Buch auch endlich fertig lesen muss.
Und ganz passend zum gleichen Thema eine ähnliche Ausführung aus "Der Glöckner von Notre-Dame":

Der Student beobachtete seinen Bruder mit Erstaunen. Er freilich, der seinem Herzen freien Lauf ließ, der nur einem Gesetz, dem Gesetz der Natur, Folge leistete, er, der den Leidenschaften nach seinen Neigungen die Zügel schießen ließ, und bei dem der See großer Gemütsbewegungen immer trocken war, weil er ihm jeden Morgen in freigiebiger Weise neue Abzugsgräben öffnete – er begriff nicht, mit welcher Raserei dieses Meer der menschlichen Leidenschaften wogte und schäumte, wenn man ihm jeden Abfluss versperrt, wie es anschwillt, wie es steigt, wie es über das Ufer trifft, wie es das Herz aushöhlt, wie es in innerem Schluchzen und dumpfen Zucken birst, bis es seine Dämme zerrissen und sein Bett gesprengt hat.

Und hier noch ein paar Zitate aus "Der Glöckner von Notre-Dame":

Claude Frollo zu Maître Jacques:
»Ach, ja!«, fuhr der Priester mit einer Stimme fort, die aus der Tiefe seiner Seele zu kommen schien, »da haben wir ein Sinnbild für alles. Sie fliegt, sie ist fröhlich, sie ist eben zum Leben erwacht, sie sucht den Frühling, die freie Luft, die Freiheit: ach, ja! Aber wenn sie sich in die unheilvolle Rosette stürzt, kommt die Spinne heraus, die schreckliche Spinne! Arme Tänzerin! Arme, dem Untergang geweihte Fliege! Maître Jaques, lasset sie gewähren! Es ist das Verhängnis! … Wehe! Claude, du bist die Spinne! Claude, du bist auch die Fliege! … Du flogst zur Wissenschaft, zum Lichte, zur Sonne, du warst nur besorgt, an die freie Luft, zum hellen Lichte der ewigen Wahrheit zu gelangen; aber als du dich zur blendenden Lichtöffnung hinstürztest, die in eine andere Welt führt, in die Welt der Klarheit, der Erkenntnis und des Wissens – blinde Fliege, unsinniger Doktor, da hast du nicht dieses feine Spinnengewebe gesehen, das vom Schicksal zwischen dem Licht und dir ausgespannt war; du hast dich blindlings hineingestürzt, armseliger Tor, und jetzt zappelst du mit zerschmettertem Haupte und ausgerissenen Flügeln zwischen den eisernen Klauen des Verhängnisses! … Maître Jacques! Maître Jacques! Laßt die Spinne gewähren!«


Claude Frollo bei der Hinrichtung der Esmeralda:
Im Augenblick, da er im hellen Tageslicht unter dem gotischen Portale erschien, eingehüllt in einen weiten Chorrock aus Silberstoff, wurde er so blaß, das mehr als einer aus der Volksmenge dachte, es wäre einer der marmornen Bischöfe, die auf den Grabsteinen des Chores auf den Knien liegen, der sich erhoben hätte, um die dem Tode Geweihten an der Schwelle des Grabes zu empfangen.


Im Geiste warf Claude Frollo einen scheuen Blick auf den beidseitigen verschlungenen Pfad, den das Verhängnis ihrer beider Schicksale hatte bis zu dem Schnittpunkt verfolgen lassen, wo es sie beide mitleidlos aneinander zerschmettert hatte. Er dachte an die Torheit ewiger Gelübde, an die Nichtigkeit der Keuschheit, der Wissenschaft, der Religion, der Tugend und die Nutzlosigkeit Gottes. Mit Herzenslust versenkte er sich in die fürchterlichen Gedanken, und je tiefer er in sie hinabtauchte, desto mehr fühlte er, wie ein Satansgelächter in seinem Inneren erschallte.
Und während er so sein Herz zerwühlte, als er sah, wie viel Raum die Natur darin den Leidenschaften eingeräumt hatte, lachte er noch bitterer. In der Tiefe seines Herzens rüttelte er seinen ganzen Hass, seine ganze Boshaftigkeit auf; und er erkannte mit dem kalten Blick eines Arztes, der einen Kranken untersucht, dass dieser Hass, diese Boshaftigkeit nur verderbte Liebe war; dass die Liebe, diese Quelle aller Tugenden im Menschen, im Herzen eines Priesters sich in Schrecknisse aller Art verwandelte und dass ein Mann von seiner Wesensart als Priester zum Satan werden müsse. Nun lachte er fürchterlich auf, und plötzlich erbleichte er wieder, als er die unheimliche Seite dieser verhängnisvollen Leidenschaft, dieser zerstörenden, vergifteten, hasserfüllten, unversöhnlichen Liebe ins Auge fasste, die für die eine nur zum Galgen, für den anderen nur zur Hölle geführt hatte; sie, die verurteilt, er, der verdammt war.


Zur Stunde des Sonnenuntergangs prüfte er sich von neuem und fühlte, dass er dem Wahnsinn nahe war. Der Sturm, der in seinem Inneren seit dem Augenblick wütete, da er die Hoffnung und die Willenskraft verloren hatte, die Zigeunerin zu retten, dieser Sturm hatte in seinem Bewusstsein nicht einen einzigen gesunden und vernünftigen Gedanken gelassen. Sein Verstand lag fast ganz zerstört in ihm darnieder. Nur zwei Bilder standen noch klar vor seinem Geiste: die Esmeralda und der Galgen; alles andere war dunkel.


Als sie vorüber war, begann er mit der Langsamkeit, die er an dem Gespenst gesehen hatte, die Treppe wieder herabzusteigen. Scheu, das Haar ganz gesträubt, die erloschene Lampe immer noch in der Hand, hielt er sich selbst für ein Gespenst; und währen er so die Wendeltreppe herabstieg, hörte er ganz deutlich in seinem Ohr eine Stimme, die lachend die Worte wiederholte:
» … Ein Geist ging vor meinem Angesicht vorüber, und ich hörte einen leisen Odem, und die Haare an meinem Leibe sträubten sich.«
anghbalahr
So,wie versprochen werde ich meine bescheidenen Zeilen etwas erweitern.
Nach langer Inaktivität,man verzeihe mir diesen Umstand,habe ich mich selbstredend weitergebildet und bin auf neue schöne Zitate gestoßen,die ich für prägenswert halte. Das erste ist wohl vom berühmtesten Detektiv der westlichen Literatur: Sherlock Holmes.Das Zitat habe ich nicht wirklich aus einem Buch,es ist mir eher wieder zu den Ohren gekommen und wurde schnell und unbeholfen auf einem alten Zettel aufnotiert.Mögliche Abweichungen möge man mir nachsehen.

"Wenn man alle Möglichkeiten ausgeschlossen hat,kann die Lösung nur noch im Unmöglichen liegen."
(Sherlock Holmes zu Watson)

Das zweite Zitat ist meiner Signatur entsprechend.

"Von den Sternen kommen wir,zu den Sternen gehen wir.
Das Leben ist nur eine Reise in die Fremde."
(Danzelot Zwei zu Mythenmetz zum Abschied/ S.465,
Die Stadt der träumenden Bücher,ungekürzte Taschenbuchausgabe
1.Auflage 2006/ ISBN: 978-3-492-24688-0 )

Jedem Leser des Buches (ich habe nur die ungekürzte Fassung)wird das zweite Zitat ein Schmunzeln entlocken,ist es nicht das wohl beste Stück Satz,dass der Dichtpate von Mythenmetz auf Papier gebracht hat.Auch wird es den Leser des Buches auffallen,das man häufig auf diese Zeilen stößt(bei mir war es jedenfalls der Fall).Auch finde ich,das diese Sätze,das Leben kurz aber trotzdem sehr ausufernd melancholisch wiedergeben.

Das dritte Zitat ist von einem eher in Vergessenheit geratenem aber dennoch zu empfehlenem Buch Tolkiens : Die Kinder Húrins

In diesem Buch wird die Vorgeschichte Mittelerdes etwas enthüllt und man gerät in den Sog um die Vallar .In diesem Buch wird die Tragödie von Turin und seiner Familie erzählt.Die Geschichte spielt im ersten Zeitalter von Mittelerde.
Das Böse,das Mittelerde heimsucht ist hier nicht Sauron,sondern sein Herr,der erste Vallar und erstgeborene Von Illuvatar(der allmächtige der Vallar=Götter).
Dieser versucht in seinem Wahn Mittelerde unter seine Zwangsherrschaft zu bringen.Schließlich gerät Húrin,der Vater Turins, in die Fänge Melkors,oder auch Morgoth.Nach einem Wortgefecht beider belegt Melkor aus Zorn über Húrin,seine ganze Familie mit einem Fluch:


"Der Schatten meines Trachtens wird über ihnen lasten,wo immer sie sind,und mein Hass wird sie bis ans Ende der Welt verfolgen....(während der Lücke,unterhält sich Melkor nochmal mit Húrin) Du sagst es...Der Älteste König bin ich.Ich bin Melkor,der erste und mächtigste aller Valar,der bereits vor der Welt da war und der sie erschuf.Der Schatten meines Trachtens liegt auf Arda,und alles,was in ihr ist,beugt sich langsam und unabwendbar meinem Willen.Über allen,denen deine Liebe gilt,wird mein Gedanke liegen wie eine Wolke des Unheils,die sie in Finsternis und Verzweiflung stürzen wird. Wo immer sie auch gehen,wird das Böse sich erheben.Wann immer sie sprechen,werden ihre Worte schlimme Folgen haben.Was immer sie tun,es wird sich gegen sie selbst richten.Sie werden ohne Hoffnung sterben ,und sie werden ihr Leben und ihren Tod verfluchen."
(Melkor zu Húrin / S. 67-68 , 5.Auflage 2007,Buchausgabe
ISBN : 978-3-608-93603-2)

Das wären im Moment die schönsten Perlen,die ich zu bieten hätte.
Falls einem die Wahl eines Fluches als Zitat etwas suspekt vorkommt:
Es ist eines der wortgewaltigsten Stellen im Buch und leitet die Tragödie des Túrins ein.
Weitere Zitate werde ich ergänzen,wenn mir weitere literarische Perlen in den Schoß fallen. Spammer