FF.de Buchclub

Yuki Onna
Ein gutes Omen
Terry Pratchett & Neil Gaiman




Inhalt
Es war keine dunkle und stürmische Nacht. Eigentlich sollte es eine dunkle und stürmische Nacht sein, aber auf das Wetter ist eben kein Verlaß. Die Geburt des Antichristen steht unter keinem guten Stern. Eigentlich soll der junge Warlock von den finsteren Engeln Erziraphael und Crowley zum gefürchteten Höllenfürst erzogen werden. Doch statt für die Apokalypse interessiert sich der Junge viel mehr für Baseball, seine Briefmarkensammlung und Kaugummi mit Bananengeschmack. Es stellt sich heraus, daß das Kind im Krankenhaus vertauscht wurde. Nun gilt es, den wahren Antichristen aufzuspüren. Zudem begreifen Erziraphael und Crowley, daß die Erde eigentlich doch gar keine so üble Gegend im Universum ist. Doch der Termin für den Weltuntergang rückt unaufhaltsam näher.

Kostenpunkt Wenn man sich in Amazon.de etwas umschaunt, kriegt man es ungefähr ab EUR 10.99 / Gebraucht entsprechend günstiger.


_______________________________________________________________


KW 38 - Bis S. 92 Absatz / "Wisch dir die blöde Torte (...) du aussteigst."
KW 39 - Bis S. 188 Absatz / Es gab noch immer einige Ausgaben (...) werden.
KW 40 - Bis S. 373 Absatz / "Gerrronnnimooooo!"
KW 41 - Bis zum Ende


_______________________________________________________________


Gestartet wird am Samstag, 17. September 2012.

Damit ist der offizielle Diskussions-Thread zum FF.de Buchclub eröffnet. Mitdiskutieren darf jeder, der das aktuelle Buch mitliest oder mitlesen möchte.

Wer möchte, kann hier Vorschläge für das nächste Buch machen. Eine entsprechende Umfrage würde ich dann nacheditieren.

Oben aufgeführte Lesetermine sind - denke ich - selbsterklärend. "Deadline" ist Samstag/Sonntag.

Bei Fragen wendet ihr euch bitte ebenfalls an den verlinkten Thread. Dieser hier dient lediglich der Diskussion zu den Büchern. Vielen Dank smile


______________________________ Bisher gelesen _________________________________


- Frankenstein / Mary Shelley
- Gorki Park / Martin Cruz Smith
BlackDragoon Megadeth
Sehr schön! Auchoptisch sieht das sehr ansprechend aus.

Wir sind zur zeit leider nur zu zweit (Yuki und ich), deshalb sehen wir es natürlich sehr gern, wenn noch Leute mit einsteigen. Die Kapitel 1-5 umfassen etwa 90 Seiten, das sollte also innerhalb einer Woche zu schaffen sein, wer schnell ist kann sogar noch aufholen. Diskutiert werden kann natürlich jederzeit, die Zeiträume sind hauptsächlich dafür da, dass niemand gespoilert wird. Man darf also auch am Donnerstag noch diskutieren aber nur über die Kapitel 1-5, die späteren erst wieder ab Samstag.
Vielleicht kann Yuki auch noch sagen wie teuer das Buch zur Zeit ist, damit Leute, die das Buch nicht zu Haus haben, wissen wie teuer der Spaß ist. Die meisten Taschenbuchausgaben sollten aber um die 8-10 Euro kosten.

Vorschläge für das nächste Buch dürfen gern gemacht werden, dann aber im passenden Thread. Yuki hat ihn verlinkt, ich werde es auch nochmal tun, den hier solltenur die Diskussion stattfinden, sonst sieht niemand mehr durch.

THREAD FÜR BUCHVORSCHLÄGE


So, jetzt aber zum Buch selbst:

GORKI PARK

Erstmal ein paar allgemeine Informationen, die für (Noch-) Nicht-Leser vielleicht auch interessant sind.

In den ersten Kapiteln wird erstmal die Ausgangssituation dargelegt. Im Moskauer Gorki Park werden 3 Leichen gefunden (2 Männer, 1 Frau), getötet durch Schüsse in die Brust und bei den Männern auch ins Gesicht. Zusätzlich wurden die Leichen verstümmelt. Der Protagonist Arkadi Renko ist als Ermittler am Tatort.
Schon im ersten Kapitel wird die Hierarchie der Behörden erwähnt: normale Polizei (Miliz), Mordkommision und ganz oben der KGB. Demzufolge ist auch ein KGB-Offizier am Tatort: Major Pribluda. Der KGB ist für Spione und Staatsfeinde zuständig und überprüft die Ermittlungen der Mordkommision.
Ein genaues Datum gibt es nicht, aber die Handlung spielt wohl Ende der 70er Jahre/Anfang 80er Jahre, denn Breschnew ist Chef der KPdSU. Ich werde jetzt nicht groß etwas zur politischen Situation während dieser Zeit erzählen, wer will kann das bei Wiki nachlesen.

Sofort merkt man eigentlich, dass Renko und Pribluda sich überhaupt nicht verstehen. Der Major "verwüstet" mit seiner unprofessionellen Art sofort den Tatort und behauptet dann auch noch dem Inspektor einen Gefallen getan zu haben. Die Vorgeschichte der beiden wird dann auch ein paar Seiten weiter kurz skizziert: Bei einem früheren Mordfall hat Renko in einer Leiche eine Kugel gefunden, die er mit Pribludas Dienstwaffe in Verbindung bringen konnte. Auch weitere Nachforschungen brachten ihn auf den Major und er brachte es bis zum Staatsanwalt, der Pribluda anklagen wollte. Doch dann zog der KGB die Ermittlungen an sich.
Um sich dieses Mal aus Schwierigkeiten rauszuhalten, will Renko den Fall möglichst schnell an den KGB abgeben. Er macht also sehr viel Wirbel und leitet umfangreiche Ermittlungen ein um zu erreichen, dass der KGB ihm den Fall entzieht.

So wie es sich in den ersten Kapiteln liest, macht Renko den Eindruck eines fähigen Ermittlers, der seinen Verstand zu nutzen weiß und die Ermittlungen auch gut voran bringt. Er ist allerdings nicht sonderlich emotional (lässt sich bei der Begegnung mit Pribluda nichts anmerken) und scheint auch sonst eher zurückhaltend zu sein. Besonders bemerkbar macht sich das bei den Szenen mit seiner Frau. Die ist Lehrerin und anscheinend schon seit einiger Zeit unzufrieden mit der Ehe, unter anderem deswegen, weil Renko beruflich auf der Stelle tritt. Sie wirft ihm vor sich zu wenig zur Partei zu bekennen, was seiner Karriere schadet. Sie selbst ist anscheinend eine echte Opportunistin; öffentlich gibt sie die Anhängerin der Parteilehren, innerlich handelt sie aber den Vorschriften. Als Beispiel ist hier angeführt, dass sie die Pille nimmt, obwohl es offiziell die Aufgabe der Frau ist möglichst viele Kinder zu bekommen. Sie hat offensichtlich eine Affäre mit einem Kollegen (Schmidt) und Renko merkt das auch. Trotz all dieser Konflikte wirkt er sehr lethargisch und hat sich anscheinend damit abgefunden, dass seine Frau ihn bald verlässt.

Der Kriminalfall scheint erstmal nicht sonderlich interessant zu sein, bis Renko herausfindet, dass einer der Toten eine ausländische Zahnfüllung hatte. Er freut sich im ersten Moment, denn aus seiner Sicht ist das nun ein Fall für den KGB; Ausländer sind potentielle Spione. Doch zunächst muss er trotzdem selbst weiter Nachforschungen anstellen.

Man findet also 3 Handlungsstränge, die man weiter verfolgen wird. Zum einen der Mordfall an sich, der die Haupthandlung bildet, dann die Rivalität zwischen Renko und Pribluda und zum Schluss das Privatleben von Renko.


So, jetzt aber zur Diskussion Augenzwinkern

Was mir sofort auffällt, ist die Emotionslosigkeit, mit der Renko seine private Situation hinnimmt. Wie gesagt, man hat den Eindruck als hat er es hingenommen, dass seine Frau ihn betrügt und das auch gar nicht versucht großartig zu verheimlichen. In dieser Szenen mit seiner Frau wirkt er auf mich wie ein Roboter. Klar, er ist kein wilder Draufgänger sondern ein ruhiger Charakter, der mehr denkt, als es vielleicht gut für ihn ist. Aber da ist es etwas zu passiv. Ich weiß ja nicht wie du das siehst, aber da hab ich mich innerlich ein wenig von Renko abgewendet. So wie er alles akzeptiert geht mir das schon sehr gegen den Strich. Wenn er etwas für seine Frau empfindet, dann sollte da doch mehr Emotion kommen.

Die Haupthandlung zieht sich erstmal etwas hin, die Ermittlungen gehen zwar zügig voran, aber was richtig konkretes gibt es erst mit den Tonbändern. Ich will jetzt hier auch nicht zu viel verraten, ich kenn das Buch ja noch ein wenig, deshalb warte ich auch erstmal, bis du deine Eindrücke kundgetan hast und werd dann darauf eingehen.
Yuki Onna
Zitat:
Ich weiß ja nicht wie du das siehst, aber da hab ich mich innerlich ein wenig von Renko abgewendet.

Ich weiss was du meinst und stellenweise ging es mir ähnlich. Grade im Bezug auf seine Frau, aber dann kam die Bemerkung von Natascha, bei der kleinen "Privatparty" bevor Renko Schmidt angreift. Sie wirft Arkadi vor, dass er im Grunde seines Herzens Sonja langweilig findet und sie gar nicht mehr liebt. Und ich finde da hat sie recht. Ich glaube deswegen er reagiert nur so emotionslos, weil es ihm eigentlich egal ist. Aber das Pflicht- und Verantwortungsgefühl, das er in seiner Arbeit so bedingungslos wahrnimmt, scheint ihm im Privatleben im Weg zu sein.
Ich sehe in ihm einen relativ anständigen und durchaus emotionalen Menschen. Finde es toll, wie Cruz das an den kleinen aber feinen Details immer wieder einfliessen lässt. Beispielsweise das alte Ehepaar im Riesenrad. Arkadi hat gesehen, dass sie frieren, weswegen er sich eine Fahrkarte gekauft und dafür gesorgt hat, dass es sich in Bewegung setzt.

Was mir btw. ziemlich gut gefällt an Cruz Smiths Stil ist, er gibt jedem seiner Charaktere ein besonderes Merkmal und schafft es in nur wenigen Worten ein genaues Bild von jedem einzelnen zu erzeugen.
Ich muss gestehen, ich bin mehr als positiv überrascht über den Schreibstil, der zwar an und für sich simpel aber mit den besonderen Finessen doch wieder äusserst gelungen ist.
BlackDragoon Megadeth
Meine Zugfahrten zahlen sich wirklich aus, ich bin jetzt schon bei Kapitel 11. Langsam kommt Renko auch im Fall etwas voran. Die Tonbänder haben ihn ja praktisch darauf gestoßen. Osbournes Haare entlasten ihn zwar, aber ich denke ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, er ist irgendwie in den Fall verwickelt. Außerdem ist Osbourne nicht der Typ, der kleine Gauner selbst tötet, den Eindruck gewinnt man ja schon in der Szene im Badehaus.
Als Krimifan finde ich es etwas schade, dass man so früh schon erfährt, wer hinter all dem steckt. Aber bei Columbo hat man ja auch zu Beginn immer erfahren wer der Mörder ist und es ging dann eher um das Katz- und Mausspiel zwischen Täter und Ermittler. Ich weiß jetzt nicht, ob du Kapitel 11 schon durch hast, aber es deutet sich ja in Kaptiel 10 ein interessantes Gespräch zwischen den beiden an.

Spoiler
Der Tod von Pascha ist in meinen Augen auch etwas zu früh gekommen.
In meinen Augen kann man als Leser gar keine richtige Verbindung zu ihm aufbauen und deshalb tut sein Verlust mir als Leser auch gar nicht weh. Da hätte es noch 2-3 Szenen mehr geben sollen um die Freundschaft zwischen den beiden zu festigen. Die Verhörszene war ganz ok, aber was mir in Erinnerung bleibt ist die etwas tölpelhafte Sache mit Fet, wo sie weder Fotos noch Tonbänder gemacht haben. Und auch emotional scheint sich wieder einmal bei Renko nichts zun tun. Während es bei seiner Frau noch halbwegs erklärbar ist, sollte ihm der Tod seines Freundes dann doch etwas nahe gehen. Die Figur hat viel Potential, das in meinen Augen leider verschenk wurde.
Schwer wiegt der Verlust nur deshalb, weil Renko jetzt ganz allein auf sich gestellt ist, denn nun macht ihm auch noch der Staatsanwalt Druck.


Die Begegnung mit dem unbekannten Amerikaner ist sein einziger Lichtblick, und als sich herausstellt, dass dieser ein Polizist ist, will sich Renko auch sofort mit ihm verbünden. Der Grund für dessen Verwicklung in den Fall ist ja schon abzusehen...
Yuki Onna
Zitat:
Osbournes Haare entlasten ihn zwar, aber ich denke ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, er ist irgendwie in den Fall verwickelt.

Dank den neusten Entwicklungen im Fall ist diese Theorie ja bestätigt worden. Obwohl ich mich nie wirklich mit dem Gedanken anfreunden konnte, dass Osbourne hinter den Morden steckt. Sehr wahrscheinlich täusche ich mich auch, selbst wenn Arkadis Schlussfolgerung Irina gegenüber ziemlich gut ist.
Mich hat die Tatsache, dass Jamskoi so tief da drin steckt viel mehr überrascht, damit hätte ich dann doch nicht gerechnet.
Mich hat ja die erste Begegnung zwischen Osbourne und Arkadi anfangs ziemlich missfallen, weil es für mich zu gewollt zufällig rüber gekommen ist. Dachte mir dann aber im Nachhinein, dass Jamskoi das wohl eingefädelt haben musste. Nur den Grund warum war mir bis jetzt schleierhaft. Könnte nämlich gut sein, dass Jamskoi Arkadi auf Osbournes Färte lockt, um seine eigenen Machenschaften zu vertuschen?
Ist mir schon lange nicht mehr passiert, dass ich überhaupt keine Ahnung habe, welche Wendung eine Geschichte noch haben kann.

Zitat:
Die Figur hat viel Potential, das in meinen Augen leider verschenk wurde.

Anfangs hätte ich dir noch widersprochen, aber mittlerweile teile ich diese Meinung zu 100%. Manchmal kommt es mir so vor, als hätte sich Cruz-Smith nicht entscheiden können in welche Richtung er seinen Charakter entwickeln lässt. Er ist total unberechenbar und handelt in gewissen Momenten so willkürlich wie in anderen absolut überlegt. Und das will dann wieder nicht ins Bild passen, das man sich anfangs und während des Verlaufs der Geschichte von ihm macht. Zumindest gehts mir so. ^^'

Zitat:
Die Begegnung mit dem unbekannten Amerikaner ist sein einziger Lichtblick, und als sich herausstellt, dass dieser ein Polizist ist, will sich Renko auch sofort mit ihm verbünden.

Was ihm mittlerweile ja auch gelungen ist, aber ob das wirklich ein Verbündeter ist ... wohl kaum. Und jetzt scheint er ihn ja sowieso wieder losgeworden zu sein.

Ich bin jetzt auf jeden Fall gespannt, wie sich der Tod von Pockennarbengesicht auf Renkos weitere Ermittlungen auswirken wird. Viel kann er ja sowieso nicht mehr machen, ihm ist ja jetzt aufgegangen, dass er quasi alleine dasteht.
BlackDragoon Megadeth
Hab gerade Kapitel 20 beendet, das Finale steht also noch aus.

Die Handlung hat ja ganz ordentlich Fahrt aufgenommen, und deine Vermutungen bezüglich Jamskoi waren gar nicht mal so verkehrt. So verwirrend fand ich es aber nicht, es war einfach konsequent vom Autor diesen doch recht logischen Pfad zu verfolgen. Ich mag es bei Thrillern/Krimis auch überhaupt nicht, wenn dann plötzlich eine total unvorhergesehene Wendung eintritt und/oder nochmal eine neue Person eingefügt wird, nur um den Leser weiter an der Nase herumzuführen.
Spannend war eigentlich nur die Frage, wer steckt mit wem unter einer Decke. Ironischerweise sind nun die Leute vom KGB seine besten Freunde und seine einstigen Verbündeten stellen sich alle als Ganoven und Verräter heraus.

Die Geschichte mit Sonja wird auch nochmal kurz aufgeworfen; aber nach dem Abenteuer mit Irina und der Vorgeschichte war doch eigentlich klar, wie das ganze endet.
Generell hat mich der ganze Teil auf dem Landsitz irgendwie sehr verwirrt. Auf mich hat der Abschnitt so gewirkt, als wollte Cruz-Smith hier einfach schon mal ein paar lose Enden zusammenfügen, damit der Leser beim Finale nicht mehr zu sehr abgelenkt wird. Da musste ichmich dann doch etwas durchquälen beim Lesen.

Auch warum Renko und Irina solange am Leben gelassen werden erschließt sich mir nicht so recht. Wenn man die ganze Sache unter Verschluss halten will, warum lässt man die beiden Zeugen dann so lange schmoren? Ich hab das Ende nicht mehr ganz im Kopf, aber da werden die Fragen nicht so ganz beantwortet meine ich.

Zumindest aber ist endlich das Motiv voll aufgeklärt. Hat ja auch lang genug gedauert. Es wird ja lang genug über den Pelzhandel und das Zobelmonopol geredet, aber beim ersten Lesen (ist wohl schon 5 Jahre her) ist es mir trotzdem nicht so bedeutend vorgekommen. Der ganze Aufwand nur wegen ein paar Ratten! *hust* Hab damals erstmal bei Wiki nachgelesen was Zobel überhaupt für Viecher sind und dann aber schnell gemerkt, die Dinger sind wirklich teuer. Ist zumindest auch mal was anderes als die üblichen durchgedrehten Serienkiller, die sich abgedrehte Morde austüfteln. Hier gehts einfach nur um wirtschaftliche Interessen.

Da ich das Ende noch ein wenig kenne, werd ich hier keine Vermutungen mehr abgeben, aber du kannst ja mal deine Erwartungen schildern.
Fragen, die ich noch gern beantwortet hätte, wären warum eben Renko und Irina noch leben und warum jetzt ausgerechnet Renko nach Amerika reisen soll, damit geht man doch ein großes Risiko ein.
Yuki Onna
Zitat:
Ich mag es bei Thrillern/Krimis auch überhaupt nicht, wenn dann plötzlich eine total unvorhergesehene Wendung eintritt und/oder nochmal eine neue Person eingefügt wird, nur um den Leser weiter an der Nase herumzuführen.

Geht mir in dieser Hinsicht anders. Ich mag es nicht, wenn ich von Anfang weiß wer der Schuldige ist. Es sei denn, der Autor fädelt ein Katz und Maus Spiel ein, das die jagt nach dem Verbrecher wiederum spannend macht. Aber anders macht es mir keinen Spaß, besonders dann, wenn es zu offensichtlich ist und noch andere Alibiverdächtige eingefügt werden. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache. *g*

Zitat:
Generell hat mich der ganze Teil auf dem Landsitz irgendwie sehr verwirrt. (...) Da musste ich mich dann doch etwas durchquälen beim Lesen.

Ich fand ihn einfach nur unnötig in die Länge gezogen. Und was mir in diesem Kapitel einmal mehr negativ aufgefallen ist: Vielfach wurden Dialoge und bestimmte Handlungen nur unzulänglich erläutert. Gut, vielleicht bin ich auch einfach zu doof um den tieferen Sinn Arkadis Handpistolen "Attentat" auf Nikita zu verstehen. Aber so wie es da geschrieben stand hätte ja irgendwie jeder darauf kommen müssen, was damit gemeint ist. Meh ... Gut, mag wirklich sein, dass ich einfach zu doof bin, aber ich mag sowas irgendwie nicht. Ich habe es lieber, wenn alles klar definiert ist, weswegen ich auch große Bogen um Bücher mache, die von der Interpretation ihrer Leser leben. Aber das ist ein anderes Thema.

Zitat:
Wenn man die ganze Sache unter Verschluss halten will, warum lässt man die beiden Zeugen dann so lange schmoren?

Hm, so wie es durch Pribluda und Nikita rüber kam, ging es darum die Identität und Souveränität der Staatsmacht zu bewahren. Denke selbst in einer kommunistischen Gemeinschaft macht es sich nicht gut, wenn plötzlich öffentlich bekannt wird, dass das ganze System anscheinend bis in die Wurzel mit Korruption verseucht ist. So lange es unter dem Mantel des Schweigens gehalten wird, dann interessiert man sich nicht dafür, man weiß zwar insgeheim, dass es gang und gäbe ist, aber der Mensch liebt und braucht es angelogen zu werden. Es entsteht ein seltsames Vertrauen. Wenn dann aber plötzlich offiziell wird, dass das System wirklich nicht richtig funktioniert, dann wird dieses Vertrauen in seinen Grundfesten erschüttert und was dann passiert, kann sich ja jeder denken.
Das einzige was mich erstaunt hat war, dass Arkadi und Irina so lange am Leben gelassen wurden. Bis zum Ende vom Kapitel 20, da hat sich dann ja zumindest das geklärt.

Da gibts aber noch was anderes, das mir auf der Seele lag: Jamskois Ende und die eingefädelte Falle von Osbourne. Also ich weiss nicht wie es dir ging, aber ich fand es viel zu inszeniert und sowas mag ich überhaupt nicht. Zog sich wirklich durch das ganze Buch, diese ganzen inszenierten Szenen. Angefangen bei Arkadis und Kirwills erstem "Zusammentreffen".
Fand es logisch nicht nachvollziehbar, dass Osbourne Arkadi so gut einschätzen konnte, um im Vornherein zu wissen, wie er handeln würde. Dafür erschien Renko im bisherigen Handlungsverlauf viel zu unberechenbar. Das da jetzt plötzlich ein Osbourne den Chefinspektor auf den Punkt durchschauen kann erschließt sich mir einfach nicht.
Was mich zusätzlich in diesem Kapitel gestört hat: Jamskois "Osbourne!" bevor er stirbt. Also theatralischer gehts wirklich nicht mehr xD Hat absolut nicht in die bisherige Stimmung reingepasst und wirkte daher einfach nur Fehl am Platz. So aber genug gemeckert xD

Ne ja, ich gehe davon aus, dass sie Arkadi und Irina benutzen wollen, um Osbourne eine Falle zu stellen und ihn so zu schnappen oder sogar zu liquidieren. Aber wie genau sie das machen wollen und warum sie ausgerechnet die beiden dazu brauchen, kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht ausmalen.
BlackDragoon Megadeth
Zitat:
Hm, so wie es durch Pribluda und Nikita rüber kam, ging es darum die Identität und Souveränität der Staatsmacht zu bewahren. Denke selbst in einer kommunistischen Gemeinschaft macht es sich nicht gut, wenn plötzlich öffentlich bekannt wird, dass das ganze System anscheinend bis in die Wurzel mit Korruption verseucht ist. So lange es unter dem Mantel des Schweigens gehalten wird, dann interessiert man sich nicht dafür, man weiß zwar insgeheim, dass es gang und gäbe ist, aber der Mensch liebt und braucht es angelogen zu werden. Es entsteht ein seltsames Vertrauen. Wenn dann aber plötzlich offiziell wird, dass das System wirklich nicht richtig funktioniert, dann wird dieses Vertrauen in seinen Grundfesten erschüttert und was dann passiert, kann sich ja jeder denken. Das einzige was mich erstaunt hat war, dass Arkadi und Irina so lange am Leben gelassen wurden. Bis zum Ende vom Kapitel 20, da hat sich dann ja zumindest das geklärt.


Das genau meine ich ja, warum lässt man die beiden am Leben? Wenn man das ganze unter den teppich kehren will, muss man die beiden einzigen Zeugen doch nur töten und fertig. Zumal man ja Renko schon als "Geistekranken" und Irina als Abweichlerin/Spionin usw. abgestempelt hatte.
Um Osbourne kann sich ja auch ein KGB-Spion kümmern, da muss man Renko doch nicht nach Amerika schicken (dem man außerdem viel weniger vertrauen kann als einem eigenen Agenten).


Zitat:
Was mich zusätzlich in diesem Kapitel gestört hat: Jamskois "Osbourne!" bevor er stirbt. Also theatralischer gehts wirklich nicht mehr xD Hat absolut nicht in die bisherige Stimmung reingepasst und wirkte daher einfach nur Fehl am Platz.


Aye, das war wirklich unnötig. Sowas kann man im Film machen, das gibt ein schönes Szenenbild wie er sich nochmal aufrichtet und dann schreit, aber im Buch wirkt sowas unpassend.


Zitat:
Jamskois Ende und die eingefädelte Falle von Osbourne. Also ich weiss nicht wie es dir ging, aber ich fand es viel zu inszeniert und sowas mag ich überhaupt nicht. Zog sich wirklich durch das ganze Buch, diese ganzen inszenierten Szenen. Angefangen bei Arkadis und Kirwills erstem "Zusammentreffen".


Ja, das sind in der Tat einige Zufälle zuviel. Auch das Renko grad im letzten Moment eintrifft, aber sowas ist dann wohl der Dramatik geschuldet. Solche kleineren Schwächen würde ich aber verzeihen, die kann man in jedem Buch finden. Eine fiktive Geschichte ist nunmal immer eine konstruierte Geschichte.
Yuki Onna
Hm, es ist in der Tat nicht wirklich schlüssig. Es sei denn, sie haben während den Ermittlungen und mit den bisherigen Ergebnissen Arkadis etwas gefunden, bei dem sie überzeugt sind, dass nur Arkadi ihnen dabei helfen kann.
Aber selbst das ist mir persönlich zu weit hergeholt, da könnte man genauso gut behaupten, die Beamten hätten plötzlich Skrupel ...
Aber wer weiss, vielleicht wird man ja noch im Endspurt in New York aufgeklärt? Oder Aber Cruz-Smith beschränkt sich darauf, wie bisher, auf eine schwammige Erklärung.

Zitat:
Solche kleineren Schwächen würde ich aber verzeihen, die kann man in jedem Buch finden.

Ist wiederum ein Argument und ich glaube diese Meinung habe ich nur, weil ich von den Mumm-Geschichten von Terry Pratchett irgendwie verwöhnt wurde. Da wirkt nichts so offensichtlich zufällig, sondern die Spuren werden mithilfe guter, alter Polizeiarbeit gefunden *g*
Ausserdem muss ich gestehen, kenne ich zu wenige Krimis, um allzu gross zu kritisieren. Fands halt für meinen Geschmack ein paar mal zu oft.

_____________________________________________________________________


Edit: So, bin durch und muss gestehen. Ich war vom Ende etwas enttäuscht. Hätte ehrlich gesagt mehr erwartet und die Erklärung, warum Arkadi schliesslich in Amerika gelandet ist, fand ich mehr als fragwürdig, für einen Kriminalroman.
Aber vielleicht liegts auch nur an meinem anspruchsvollen Geschmack. xD Hätte mich aber wirklich mehr über ein spannendes Katz und Maus Spiel gefreut, als eine ziemlich kurze und sehr erfolgreiche Schiesserei (an der Zahl der Opfer gemessen *hust*).

Nun ja, es hat sehr vielversprechend angefangen und mich anfangs sehr gefesselt, aber dann hat die Qualität stetig abgenommen. Irgendwie.
Schade eigentlich.
BlackDragoon Megadeth
Nun ichmuss dir Recht geben, das Ende war wirklich etwas mau. Zumal in den letzten Kapiteln dann wieder eine ganze Hand voll neuer Wendungen geschehen, die im Prinzip aber nichts verändern. Nach dem Motto: viel erzählt, aber nichts gesagt.
Irina betrügt Renko, Osbourne betrügt beide, das FBI betrügt Osbourne und der KGB mischt natürlich auch noch mit....
Achja und die Polizei in Person von Kirwill ist auch mit von der Partie.

Trotzdem kommt es am Ende zum vorhersehbaren Showdown.

Außerdem leuchtet es mir immer noch nicht ein, warum der KGB nicht ein paar zuverlässige Agenten losschickt um Osbourne und den Zobeln auf die Schliche zu kommen.


Als fazit muss man wohl festhalten: gute Idee, guter Anfang aber dann am Ende nicht das Potential voll ausgeschöpft... Naja wenn wir irgendwann mal wieder einen Krimi/Thriller lesen hast du hoffentlich mehr Spaß.
Yuki Onna
Zitat:
gute Idee, guter Anfang aber dann am Ende nicht das Potential voll ausgeschöpft...

Tolles Fazit, besser könnte man den Krimi gar nicht zusammenfassen.

Die Frage, die sich mir am Ende gestellt hat war: Weshalb die "Beziehung" zwischen Arkadi und Irina plötzlich so sehr in den Mittelpunkt gesetzt wurde. Fand ich für einen Krimi etwas zu sehr am Thema vorbei und wohl ein Mitgrund warum man vom Ende eher enttäuscht wird. Der Fokus hätte mehr auf das Zusammenspiel Arkadi-KGB-Osbourne-FBI-Kirwill gerichtet werden können.
Es war für mich einfach nicht realistisch genug das ein Mann wie Osbourne sich von einer "dahergelaufenen" Russin zu sowas überreden lässt, wenn für ihn so viel auf dem Spiel steht. Ob jetzt vom FBI geschützt oder nicht.

Zitat:
Außerdem leuchtet es mir immer noch nicht ein, warum der KGB nicht ein paar zuverlässige Agenten losschickt um Osbourne und den Zobeln auf die Schliche zu kommen.

Genau! Ausser man bedenkt die politische Lage zur damaligen Zeit. Aber da kenne ich mich nicht gut genug aus. Dann bliebe nämlich die Frage, wie tief die amerikanische Behörden Russische KGB-Agenten hätte in ihrem Land schnüffeln lassen. Aber wenns wirklich so gewesen wäre, dann kam das nicht wirklich rüber oder aber er hätte es so geschickt versteckt, dass man nicht einfach drüber stolpern konnte.

Zitat:
Naja wenn wir irgendwann mal wieder einen Krimi/Thriller lesen hast du hoffentlich mehr Spaß.

Ganz so schlimm wars ja nicht. Es gab zwar manchmal nicht viel zu diskutieren, aber bereuen tu ich den Kauf beispielsweise nicht. Es war immerhin trotzdem unterhaltsam, auf eine etwas andere Art und Weise. ^^
BlackDragoon Megadeth
Da Yuki in dieser Runde nicht dabei sein kann, eröffne ich einfach mal die Runde zum neuen Buch.
Ich hoffe ihr habt alle fleißig gelesen und beteiligt euch entsprechend, damit das eine richtig lebhafte Diskussion wird.

Für Leute, die es nicht wissen: Das Buch, das wir die nächsten Wochen behandeln ist "Frankenstein" von Mary Shelly. In dieser Woche behandeln wir den Prolog und die Kapitel 1-5. All das kann man auch im Startpost nachlesen. Erschienen ist das Buch erstmal 1818.



Ich persönlich habe das Buch noch nie gelesen und kenne den Stoff nur vom Hörensagen bzw. von Filmen, die doch teilweise recht weit von der Vorlage entfernt sind. Da ich allerdings die Werke von Jules Verne, Stevensons "Dr. Jekyll and Mr. Hyde" und auch Stokers "Dracula" sehr mag, wollte ich mich schon immer mal dazu bewegen dieses Buch zu lesen, dass thematisch doch sehr gut in diese Reihe passt (eine Wissenschaft, die alles ermöglicht, aber dennoch auch sehr gefährlich sein kann sowie die Gruselelemente). Wenn man so will, war das die damalige Science-Fiction Literatur Augenzwinkern

Das Buch startet mit einer Art Prolog in Form von Briefen des Seefahrers Robert Walton an seine Schwester, in der er ihr von seinem Forschungsdrang und seiner Expedition ins Nordpolarmeer erzählt. Dabei trifft er auf einen ziemlich zerlumpten, alten Viktor Frankenstein, der laut eigener Aussage auf der Jagd nach Jemandem/Etwas ist. Die beiden Freunden sich an und Viktor fängt an seine Geschichte zu erzählen.
Den Prolog in Briefform zu verfassen ist ein guter Ansatz und verleiht der ganzen Geschichte etwas mehr Glaubwürdigkeit, wenngleich im Vorwort erwähnt wird, dass es sich um eine erfundene Geschichte handelt. Das Kanzept eine Geschichte in Briefform zu erzählen wurde dann von Stoker in seinem Werk Dracula erfolgreich auf das komplette Buch übertragen, und auch Stephen King hat es in einer seiner vielen Kurzgeschichten verwendet. Die Erzählung aus der Ich-Perspektive ermöglicht es dem Leser nah ans Geschehen zu rücken und eine dichtere Atmosphäre aufzubauen, was für eine Gruselgeschichte natürlich enorm wichtig ist; und auch Viktor erzählt seine Geschichte ja dann aus seiner persönlichen Sicht.

In den Filmen wird Frankenstein ja meist als der typische "Mad Scientist" dargestellt, der - besessen von seinem Wahn Leben zu erschaffen - dann das Monster in einer stürmischen Gewitternacht durch Blitzeinschläge zum Leben erweckt.
Das Geschichte startet aber sehr viel früher und Viktor erzählt ausgiebig von seiner Familie und den Beziehungen zu seinem Freund Cerval, seiner Stiefschwester und seinen Eltern. Er ist ein ziemlich normaler Junge, vielleicht etwas introvertiert, aber auch sehr neugierig und wissbegierig. Durch viele kleine Ereignisse beschreibt er wie sein Interesse für die Wissenschaft geweckt wird und erwähnt gleichzeitig, dass das letzlich in sein Verderben geführt hat.

Vom Vater wird er dann nach Ingolstadt an die Universität geschickt, wo er sein Wissen erweitern soll und das auch tut. Da kommt dann auch langsam die Obsession zum Vorschein, das Mysterium des Lebens und des Todes will er erforschen und letztlich den Tod überwinden.
Die Erweckung des Monsters selbst wird im Buch recht unspektakulär und kurz beschrieben. Viktor wird klar, was er getan hat und bekommt es mit der Angst. Er flüchtet aus dem Haus und trifft zufällig auf seinen Freund Cerval, der ihn besuchen will, gerade auch weil Viktor den sonst lebhaften Kontakt in die Heimat doch sehr vernachlässigt hat und seine Familie sich Sorgen macht. Widerwillig lässt er Cerval in sein Haus und muss feststellen, dass sein erschaffenes Wesen geflohen ist.
Das Kapitel endet damit, dass Cerval seinen geschwächten Freund pflegt und ihm einen Brief seiner Stiefschwester gibt.


Gefreut hab ich mich wirklich über die ersten Kapitel, da sonst die Vergangenheit Frankensteins doch in den Filmen immer sehr wenig rüberkommt. Meist wird er als sehr stereotyp dargestellt, wie ich oben ja schon erwähnt hab. Auch seine Reaktion nach dem Geglückten Versuch ist für mich neu, denn quasi sofort fällt Viktor in ein tiefes Loch ob seiner Tat. Da ich die Geschichte im Original ja nicht kenne, könnte für mich ja schon in 3-4 Kapiteln Schluss sein. Das primitive Bild der Geschichte sieht ja jetzt nur noch vor, dass das Monster die Gegend terrorisiert und am Ende umkommt. Da das Buch aber erst am Anfang ist, darf man wohl noch die eine oder andere kleine Überraschung erwarten.

Ansonsten fand ich es etwas befremdlich, dass Shelly sich für die Figuren sehr viel Zeit nimmt, dann aber die Handlung selbst doch sehr knapp erzählt wird. Gerade die Erweckung des Monsters ist im Buch ganz anders dargestellt, als man es aus Filmen kennt (mal van Helsing als Beispiel) und vor allem viel unspektakulärer!
Im Buch findet man dazu gerade mal 4 Sätze (ein Absatz) und einen weiteren der das Monster beschreibt. Mehr erfährt man da (noch?) nicht. Das fand ich doch etwas sehr kurz, da hätte ich mir eine längere Ausführung gewünscht, zumal es ja auch eine Gruselgeschichte sein soll.
Da hat mir Stokers Dracula doch mehr zugesagt und auch mehr Atmosphäre geschaffen.

Das soll aber nur eine kleine Kritik sein, ich bin auf jeden Fall gespannt und freue mich über die nächsten Seiten.
darkLady
Puh, hab's heute endlich geschafft, das fünfte Kapitel zu beenden. Bin eigentlich davon ausgegangen, dass ich mich nur um ein bis zwei Tage verspäten werde, weil ich wegen ner Krankheit später begonnen habe, aber ich überschätze mein Lesetempo immer wieder ^^" Jedenfalls möge man mir bitte verzeihen, aber jetzt hab ich aufgeholt und wir können im schlimmsten Fall auch nen Dialog führen, falls sich niemand anders mehr findet.

Also, mein Ausgangspunkt ist ein wenig anders als deiner. Filme hab ich von Frankenstein nie gesehen, nur Van Helsing, wo er kurz vorgekommen ist und auch daran kann ich mich kaum erinnern. D.h. ich kenne den Inhalt nur vom Hörensagen. Hab aber schon von einigen Seiten gehört, dass es sehr gut sein soll. Hab auch schon die ein oder anderen Romane aus früherer Zeit gelesen, darunter Jekyll and Hide (was mir sehr gut gefallen hat) und Dracula (was gut geschrieben, aber eher langweilig war).

Der Prolog in Briefform hat mir im Großen und Ganzen eignetlich sehr gut gefallen, einerseits als Stilmittel und auch wie er aufgebaut und geschrieben war. Guter Stil und der Erzähler kam für mich meistens sehr authentisch rüber. Was mich bisschen genervt hat war ein Zitat von Frankenstein das über ne halbe Seite lang war. Niemand merkt sich ein so langes Zitat und schreibt es in nen Brief, aber sei's drum.
Die lange Beschreibung der Familiengeschichte fand persönlich nicht nötig, zumal ich nicht davon ausgehe, dass sie so wesentlich zur Handlung beiträgt. Ich finde nicht, dass Frankenstein durch die Details besonders an Tiefe gewonnen hat. Eine kurze Beschreibung der Umstände und der Gefühle gegenüber seiner Familie hätten den gleichen Effekt gehabt.
Was mich ein bisschen enttäuscht hat, war der Schreibstil der ersten Kapitel. Dadurch dass Frankenstein direkt mit ihm während der Erzählung spricht, finde ich die Wortwahl großteils überzogen. Viele Phrasen sind so gewählt, wie sie meines Erachtens (ich mag mich irren) auch zur damaligen Zeit bei einer Erzählung nicht verwendet worden wären. Wäre der Prolog nicht so gewesen und der Ich-Erzähler hätte quasi ins Leere hineinerzählt, hätte ich nicht unbedingt ein Problem damit gehabt, aber Frankenstein spricht den (mir fällt sein Name nicht sein) ja häufiger auch direkt an.
Ansonsten finde ich, lässt es sich bisher flüssig lesen, wenn auch eher langsam. Es ist auch nicht uninteressant, aber bisher hat es mich noch nicht so gepackt, dass ich unbedingt weiterlesen möchte. Bin gespannt, ob das noch kommt.
Die Stelle, in der das Monster erweckt und beschrieben wird, hab ich nicht als so negativ aufgefasst wie du. Zwar war es durchaus kurz, aber irgendwie fand ich es auch passend, dass es nicht so umfassend und dramatisch beschrieben war. Bisher war die Atmosphäre im Buch sehr ruhig und dazu hat auch die Beschreibung ganz gut gepasst.
Ach, und Frankenstein ist ein Arsch, wenn ich das mal so sagen darf. Das arme Monster, kaum am Leben, wird es von seinem "Vater" auch schon verstoßen, nur weil es hässlich war! Ich mein, hätte sich der Depp das nicht vorher überlegen können?


Ich hätte übrigens nicht dagegen, wenn wir die anderen noch aufholen lassen, falls Interesse besteht. Ich bin eh langsam und werd für die nächsten Kapitel sich noch ne Woche oder so brauchen. Aber falls sich niemand mehr meldet, mach einfach mal weiter und ich meld mich wieder, wenn ich auch soweit bin.
BlackDragoon Megadeth
Naja die Familiengeschichte war wirklich etwas lang, aber ich hab mich ja schon ein wenig gespoilert, deshalb kann ich dir verraten, dass die Familie schon ein wichtiger Punkt in dem Buch ist. Aber man hätte es sicher ein klein wenig kürzer gestalten können.

Bei der Erweckungsszene hat mir aber schon die Dramatik gefehlt. Immerhin wird seitenlang beschrieben, wie er auf dieses Ziel hingearbeitet hat und was er alles dafür getan hat. Da dachte ich, dass der Augenblick des "Triumphes" dann etwas ausführlicher daherkommt.


Leider hatte ich dieses Wochenende wenig Zeit, deshalb kommt mein Part zu den nächsten Kapiteln (bis Kap. 10) erst morgen. Wir haben jetzt 2 Wochen gewartet, ich glaube nun wird sich wohl niemand mehr dazugesellen. Da müssen wir wohl zu zweit weitermachen. Vielleicht sind beim nächsten Buch dann doch wieder mehr Leute dabei; zumindest Yuki sollte dann wieder mitmachen können.

EDIT:

Gerade habe ich das zehnte Kapitel beendet. Die Geschichte geht weiter, indem sich Frankenstein etwas von seinem Schock erholt und sich durch den Kontakt nach Haus und mit seinem Freund wieder auf dem Weg der Besserung findet. Doch seine Vergangenheit holt ihn bald ein, denn er erfährt vom Tod seines kleinen Bruders.
Auf dem Weg zurück nach Genf begenet er kurz seiner Schöpfung und hat sofort den Verdacht, dass diese der Mörder seines Bruders ist. Zu Hause muss er dann auch noch feststellen, dass jemand anders (das Hausmädchen) für den Mord verurteilt wird. Auf seinem Gewissen lastet fortan der Tod zweier unschuldiger Menschen. In ihm erwachen Rachegefühle und er würde am liebsten seine erschaffene Kreatur jagen und töten. Leider weiß er nicht wie er das anstellen soll und flüchtet ersmal aus dem Haus seiner Familie, da er die Schuld nicht ertragen kann. Bei seiner Reise begegnet er dann erneut seinem Monster; doch statt eines Kampfes kommt es zum Gespräch der beiden. Frankenstein wird zum ersten Mal bewusst, dass er eine gewisse Verantwortung gegenüber seiner Kreatur hat und sie nicht einfach sich selbst überlassen kann, egal wie sehr es ihm widerstrebt. Das 10. Kapitel endet damit, dass sich beide in die Höhle des Monsters begeben damit sich Frankenstein die Bedingungen seines Monsters anhören kann.


Was mir etwas negativ auffällt, ist die Tatsache, dass eine neue Figur (Justine, das Hausmädchen) eingeführt wird, dann aber im nächsten Kapitel sofort wieder auf tragische Weise stirbt. Da wurde am Anfang des Buches so viel über die Familie und die Lebensumstände geschrieben, da hätte man das Hausmädchen doch auch gleich einführen können.
Durch diesen Kurzauftritt habe ich aber keine Richtige Verbindung zu dieser Person aufbauen können, sodass mich die fälschliche Verurteilung von Justine wenig gekümmert hat.

Ein wenig merkwürdig fand ich außerdem, dass das Monster recht redegewandt ist. Aus Filmen ist das Monster ja meist nur als Dummer Riese bekannt, der sich meist durch Grunz- und Stöhnlaute äußert. Hier plappert das Monster mit allerbesten Manieren drauflos. Insgesamt macht das Monster auch einen recht intelligenten Eindruck. Es stellt Bedingungen und Forderungen gegenüber seinem Schöpfer und ist sich seiner körperlichen Überlegenheit durchaus bewusst. Auf das Verhältnis Meister-Schöpfung bin ich auf jeden Fall weiter gespannt.

Dass Frankenstein sich seiner Verantwortung stellen soll hast du ja schon erwähnt; die Leblose Behandlung seiner Kreatur wurde ja deutlich, als er sie allein zurückgelassen hat. Auch hier bin ich gespannt, wie sich Frankenstein verhält. Seine Rachegefühle muss er erstmal hintenanstellen. Und im Prolog haben wir ja schon erfahren, dass diese Zwangsbeziehung wohl eine ganze Weile anhalten wird.
darkLady
Ich muss sagen, trotz der langen Beschreibung der Familie ist Elisabeth die einzige, zu der ich in der Geschichte einen Bezug hab. Allerdings hat mich Justines Tod mehr gekümmert, als der des Jungen. Irgendwie war ich mir aber auch nicht sicher, ob sie wirklich unschuldig ist. Grade am Ende des zehnten Kapitels, wo sich das Monster als "gutherzig" herausstellt, hätte es mich nicht gewundert, wenn Justine die eigentliche Mörderin ist.

Mir ist es sogar sehr negativ aufgefallen, dass das Monster so intelligent ist und so hochgestochen sprechen kann. Ja, es ist vermutlich wichtig für die Geschichte, aber ich mein, der lebt erst seit kurzem, dementsprechend müsste er bei seiner "Geburt" praktisch wie ein Neugeborener gewesen sein, der weder sprechen kann noch die Dinge um sich herum versteht. Selbst durch Beobachtung und Nachahmung hätte er Jahre gebraucht, um dieses Level an Sprachgewandtheit und Intelligenz zu erreichen. Ich mein ja, es ist fiktiv und die Handlung an sich nicht möglich, aber das fand ich doch zu unrealistisch, das stört mich.
Auf der anderen Seite finde ich das Monster bisher eigentlich recht sympatisch, mal schauen was draus wird. Und Frankenstein wird mir mit jedem Kapitel unsympatischer.
Stellenweise hat mir in den letzten Kapiteln der Schreibstil sehr gut gefallen, manche Gedankengänge über Frankensteins Dilemma waren spannend beschrieben. Ansonsten hat mich die Geschichte leider noch immer nicht mitgerissen. Mal sehen, ob die Unterhaltung der beiden daran etwas ändern kann.
BlackDragoon Megadeth
Das die geschichte dich nicht mitreißt kann ich ganz gut nachempfinden. Die Handlung plätschert mehr oder weniger vor sich hin. Manche Abschnitte im Buch wirken einfach nur überflüssig und nebensächlich. Und wenn es dann doch mal spannend wird, verpufft das bei mir irgendwie. Da hat sich im Laufe der Zeit doch einiges getan, was den Handlungsverlauf betrifft.

Zu r Sprachegwandheit des Monsters: Im Nachhinein könnte man vielleicht argumentieren, dass das Monster aus "fertigen" Einzelteilen zusammengebaut wurde und auch das Gehirn somit von einem erwachsenen Menschen stammt. Dagegen spricht vielleicht, dass Komapatienten auch Probleme mit dem Sprechen haben wenn sie wieder aufwachen.
Aber egal wie man es begründen will, mir wäre ein "dumm" sprechendes Monster auch lieber gewesen. Am Wochenende kommt dann Kapitel 11-15, da haben wir dann über die Hälfte geschafft, halte durch. fröhlich
darkLady
So, die nächsten Kapitel hab ich auch durch und ach, es wird einfach nicht besser ^^"
Mal ehrlich, die ganzen Ereignisse, die bei den "Häuslern" geschehen, hätte man aber wirklich in einem Kapitel erzählen können und nicht in vier. Ich weiß, Detailtreue ist eine gute Sache, aber in diesem Fall finde ich es wirklich übertrieben. Allein wie die Hintergrundgeschichte der Familie ist, was hat denn das zur Handlung beigetragen? Schon durch die Beobachtung der Familie ist rausgekommen, dass sie gute Menschen sind, mir als Leser hätte das absolut genügt. Ich finde es ist ein Problem jede winzige Handlung und jeden Hintergrund ins kleinste Detail zu beschreiben, das ist einerseits langweilig, weil die Geschichte einfach nicht auf den Punkt gebracht wird und vor allem nimmt es den Personen alles Interessante, weil der Leser zu viel über sie weiß.

Ich stimm dir schon zu, man könnte die Intelligenz des Monsters dadurch erklären, dass es eben auf diese gewisse Weise entstanden ist. Gefällt mir aber nicht als Erklärung ^^
Die Erzählung von dem Monster find ich nicht so ganz authentisch. Wenn ich mir die Wortwahl und Beschreibungen anschaue, die es benutzt, kommt es mir nicht vor die das Monster, über das es erzählt. Das hat nämlich großteils sehr simpel gehandelt. Es war zwar auch nicht dumm, aber es ist mir nicht so hochintelligent vorgekommen, auch nicht gegen Ende und dann ist ja nicht mehr viel Zeit hin bis es die Geschichte erzählt.
Was mich auch an der Sprache des Monster stört ist, dass es durch die hochgestochene Erzählung sehr arrogant wirkt. Die Wortwahl würde zu Frankenstein passen, der ist gelehrt und so weiter, aber das Monster hat eigentlich nur schlimme Sachen erlebt, da spricht man doch nicht so. Und ganz abgesehen davon wird beschrieben, dass es die Sprache mehr oder weniger gleichzeitig mit der Araberin lernt, die ja recht langsam dabei war. Dementsprechend wären ihre Lehrer nicht so schnell mit dem Unterricht vorangegangen, als dass das Monster die Sprache je so komplex hätte lernen können. Und außerdem geht es hier um die deutsche Sprache, die ja wirklcih äußerst schwierig zu lernen ist. Ich kenne viele Leute, die seit Jahren hier leben und die Grammatik noch immer nicht beherrschen und die üben das Sprechen täglich mit deutschsprachigen Leuten. Das Monster aber lernt nur vom Zuhören, ist nicht einmal ausgebessert worden und kann so schnell so gut sprechen und auch noch lesen? Ich will mich da ja nicht hineinsteigern, aber das ist schlichtweg Schwachsinn! ^^

Ansonsten muss ich sagen, ist ja nicht besonders viel passiert. Dass die "Häusler" so negativ auf das Monster reagieren würden, war ja von Anfang an klar. Ich dachte allerdings, dass ich etwas mehr Mitleid mit ihm hätte, aber seine Arroganz hat es mir wie schon gesagt sehr unsympathisch gemacht.
Bin mal gespannt, wie Frankenstein reagieren wird.

Übrigens, nachdem wir ja eh nur zu zweit lesen, denke ich, müssen wir uns auch nicht unbedingt an bestimmte Zeiten halten, um weiter zu machen. Du kannst ruhig über die nächsten Kapitel posten, wenn du sie gelesen hast, musst nicht unbedingt immer bis zum Wochenende warten, falls du früher durch bist. Ich antworte dann einfach, sobald ich aufgeholt habe ^^
BlackDragoon Megadeth
Die Sprache, die sie lernen ist Französisch, nicht Deutsch Augenzwinkern

Ja die Erklärung wirkt etwas merkwürdig dafür, dass das Monster dann doch so gut die Sprache lernt. Überhaupt scheint vieles bei der Geschichte vom Zufall abhängig zu sein. Das Feuer, die Flucht in die Hütte, das Treffen auf die Familie... Das ist mir doch etwas zu sehr zufällig. Die Geschichte wirkt immer konstruierter und es wird leider nicht besser. Vielleicht waren die Ansprüche an Logik und Glaubwürdigkeit noch geringer, das Buch ist ja nun doch schon etwas älter. Heute würde man das wohl sehr kritisieren, jeder Comic hat besser aufgebaute und glaubwürdigere Geschichten.

Ja man könnte mal wieder die Handlung in 2-3 Kapiteln zusammenfassen. Aber ich finde dieser Teil der Geschichte, wie das Monster zu dem wird, was es jetzt ist, ist schon ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte und eigentlich ja auch der Kern des Buches. Und nachdem die körperliche Entwicklung schon so knapp geschildert wurde, war ich jetzt doch eher zufrieden, dass die geistige Entwicklung so detailgetreu beschrieben wird. Die Hintergrundgeschichte der "Beschützer" ist aber mal wieder absolut belanglos gewesen. Dadurch hat man doch nur mehr gedacht, das Monster wird doch aktzeptiert, aber bei der ersten Gelegenheit wird dass dann wieder zunichte gemacht. Man baut da 4-5 Kapitel etwas auf und erzeugt eine gewisse Spannung und das wird dann nicht genutzt indem man die Szene wieder auf ein paar wenige Sätze kpmrimiert. Kürzer ginge es nur wenn man schreibt: "Familie kommt rein, erschrickt und verhaut das Monster, das anschließend flieht"
Viel mehr stand im Buch jetzt auch nicht.

Was ich mich jetzt die ganze Zeit frage ist, wie das Monster dann Frankenstein bzw. dessen Familie letztlich aufgespürt hat. Immerhin weiß er ja gar nichts von ihm, nichtmal den Namen. Wird wohl wieder so ein Zufall herhalten müssen.
darkLady
Ja, mir ist im nächsten Kapitel auch aufgefallen, dass es sich ja um Französisch handelt ^^ Sei's drum, widerlegt trotzdem nicht meine Argumente.

Zitat:
Was ich mich jetzt die ganze Zeit frage ist, wie das Monster dann Frankenstein bzw. dessen Familie letztlich aufgespürt hat. Immerhin weiß er ja gar nichts von ihm, nichtmal den Namen. Wird wohl wieder so ein Zufall herhalten müssen.


Tja, was soll man dazu noch sagen ^^" Bin aber gar nicht mehr so schockiert gewesen, dass er dann zufällig auf den Bruder trifft (dumm gelaufen). Offenbar bin ich inzwischen abgehärtet.

Viel ist ja eigentlich nicht passiert. Die Verbindung zwischen ihm und Elisabeth hat mich etwas verwundert. Bin eigentlich davon ausgegangen, dass die eine Art Bruder-Schwester-Verhältnis haben und nicht, dass die heiraten wollen. Na ja, andere Zeit, andere Sitten.
Und wie schön für die beiden Freunde, dass sie einfach so mir nichts dir nichts, ein Jahr lang durch England reisen können. Das Geld hätt ich auch gern auf der Seite.
Die letzten Kapitel haben sich meines Erachtens ein bisschen in die Länge gezogen. Waren aber ein paar Abschnitte, die sehr gelungen beschrieben waren. Besonders gut hat mir gefallen, wie das Monster beim Fenster rein schaut und so böse grinst. Wie da klar wird, wie schlecht es wirklich ist. Das war nur ganz kurz beschrieben, aber dafür auf den Punkt gebracht und hat Atmosphäse gemacht.

Tja, und wie's jetzt weitergeht, wo er in Irland gestrandet ist, bin ich schon gespannt. Kann mir schlecht vorstellen, wie das in die Handlung passen sollte. War eigentlich die erste wirklich überraschende Wendung in der Geschichte.
BlackDragoon Megadeth
Irgendwie wird die ganze Geschichte immer abgedrehter. Woher weiß das Monster denn jetzt bitteschön, wer sein Schöpfer ist? Im Buch steht, dass das Monster Papiere von ihm hat. Welche Papiere denn bitteschön?!? Als das Monster erwacht ist, ist es taumelnd und noch nicht ganz bei Sinnen in den Wald geaufen. Wann hat es da denn Papiere mitgenommen? Oder hab ich die Stelle überlesen?
Solche Logiklücken findet man nichtmal in Groschenheftromanen. An der Stelle hatte ich schon fast keine Lust mehr, weiterzulesen...

Naja und dann natürlich wieder dieser Zufall, das ausgerechnet der kleine Frankenstein Junge auf das Monster trifft... Als hätte ich es nicht geahnt. Dann zufällig trifft er ausgerechnet auf das Dienstmädchen der Frankensteins um ihr den Mord in die Schuhe zu schieben... Naja wer´s glaubt.
Auch das er mit diesem kleinen Boot von Schottland nach Irland segelt halte ich für ziemlich weit hergeholt, Frankenstein ist ja kein erfahrener Seemann und die Trecke ist dann doch weiter als man vielleicht denkt.

Die Geschichte hat eigentlich Potential. Das Monster hat Frankenstein in seinem Wahn erschaffen, seine eigene Entmeschlichung (Abkopplung von der Familie, streben nach höherem) gipfelte in der Erschaffung des Monsters, den Unmenschen.
Nun behält er seine Menschlichkeit indem er sich weigert und wird trotzdem für seine Taten bestraft, die ja auch nicht von der Hand zu weisen sind.
Das wäre zumindest meine Deutung dazu.

Wenn ich jetzt mal auf das Ende spekulieren würde: Frankenstein erfährt, dass das Monster die Arbeit, die er nicht fortsetzen will selbst vollenden möchte. Deshalb der Mord in Irland um "Material" zu beschaffen. Frankenstein folgt ihm und versucht das zu verhindern. Er stellt sich sozusagen seinen Ängsten. Bei der Verfolgung kommen wir dann zum Anfang zurück.
So viele Kapitel sind es ja nicht mehr und wir müssen ja noch wieder auf das Schiff zurückkommen, von dem Frankenstein aufgenommen wurde.