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Zum Ende der Seite springen Placebo
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Ragoon Ragoon ist männlich (32)
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Mahlzeit zusammen

Ich denke mal, jeder hat von ihm gehört und kann was zu ihm sagen: Dem Placebo-Effekt.
Mal ne kurze Beschreibungen von mir selbst: Wenn man jemandem, der gerade Schmerzen hat, eine Pille gibt, die seine Schmerzen verringert oder gar ganz nimmt, obwohl es sich bei der Pille um kaum mehr als ein Bonbon handelt, dann könnte der Placeboeffekt ihm geholfen haben. Ein Medikament, das keinen Wirkstoff enthält, aber dennoch die vorhergesagte Wirkung hat, weil der Betreffende eventuell einfach nur daran glaubt, dass es wirkt, ist beispielsweise ein Placebo.
Ein nettes Beispiel für den Placebo-Effekt fand sich angeblich mal in Amerika:
Ein junger Mann litt schon lange an Depressionen. Er war in Behandlung und unter anderem nahm er regelmäßig Antidepressiva. Eines Tages beschloss er, seinem Leben ein Ende zu setzen und schluckte 29 seiner Stimmungsaufheller auf einen Schlag. Seine Freundin kam nach Hause, fand ihn in äußerst schlechtem Zustand vor und informierte den Notarzt. Er kam auf eine Intensivstation, war halbbewusstlos und hatte auch unter anderem einen sehr niedrigen Blutdruck von 80/60 (Normal: 120/80) und einen recht hohen Puls von ca 120. Zudem noch andere Symptome wie Blässe und Kaltschweißigkeit. Und, wie gesagt, er war kaum mehr bei Bewusstsein.
Und es stellte sich heraus, dass dieser junge Mann 29 Placebo-Tabletten geschluckt hatte, in denen nicht mal ein Hauch von Wirkstoff war. Nachdem man ihn darüber aufgeklärt hatte, dass seine Pillen gar keinen Wirkstoff enthielten und somit kaum mehr als eine Brausetablette waren, ging es ihm schlagartig besser (zumindest körperlich...), Blutdruck und Puls normalisierten sich, seine restlichen Symptome schwanden auch schnell.
Er hat sich also seine Symptome selbst produziert. Und das recht beeindruckend.

Eine Professorin stellte neulich bei uns ein paar interessante Studien zu dem Thema vor, die alle Ähnliches aussagten: Wer an eine Sache (zum Beispiel ein Medikament) eine ganz bestimmte Erwartung hat und/oder mit dieser Sache schon eine bestimmte Erfahrung gemacht hat, der kann dieser Erwartung oder Erfahrung nach mehr oder weniger stark entsprechend reagieren, ganz gleich wie probat das Mittel in Wirklichkeit ist. Wer erwartet oder für sich gelernt hat, dass Aspririn die Kopfschmerzen nimmt, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit nach der Einnahme von Aspirin auch sagen, dass er sich besser fühlt und die Kopfschmerzen weniger schlimm sind.

Hier ein paar interessante Studien und Experimente:

Eine dieser Studien bestand zum Beispiel daraus, dass man freiwilligen Studenten einen permanenten und recht unangenehmen Schmerzreiz zufügte. Parallel ließ man im Hintergrund ein Schmerzmittel laufen, sagte aber nicht, wann genau man es laufen ließ. Der Schmerz hatte auf einer Skala 0-100 eine satte 80. Man schaltete, ohne den Probanden zu informieren, die Maschine an, die das Schmerzmittel in den Betreffenden laufen ließ (Schmerzmittelperfusor). Man fragte ihn, wo die Schmerzen jetzt gerade wären, worauf die Antwort kam: So bei 70. Dann sagte man den Probanden, man würde jetzt den Schmerzmittelperfusor aktivieren (wobei er ja schon längst lief...) und fragte kurze Zeit später wieder nach den Schmerzen. Die Leute gaben an, die Schmerzen wären jetzt so bei 30-40 (obwohl man an der Schmerzmedikation ja gar nichts geändert hatte...). Dann behauptete man, den Schmerzperfusor auszuschalten, tat es jedoch in Wirklichkeit nicht, und fragte anschließend erneut, wie stark die Schmerzen denn jetzt wären, wo der Perfusor ja angeblich nun ausgeschaltet wäre. Die Studenten gaben im Schnitt an, dass die Schmerzen bei 80 wären (wobei die Schmerzmedikation natürlich die ganze Zeit weiter gelaufen war). Das bedeutet, dass das Schmerzempfinden im Schnitt maßgeblich von der Erwartung abhing und die laufende Schmerzmedikation kaum Einfluss hatte.

In einem anderen Experiment verabreichte ein Forscher Patienten ihre Medikamente in einer grünen Flüssigkeit. Danach packte er sie in ein MRT und schaute sich die Hirnaktivität der Patienten an, denn der Wirkstoff im Medikament nahm Einfluss auf bestimmte Zentren im Gehirn. Das wiederholte er viele Male: Grüne Flüssigkeit mit Wirkstoff drin, ab ins MRT, Hirnaktivität geprüft. Dann ist er hingegen und hat diesen Patienten nur noch die grüne Flüssigkeit gegeben, ohne das Medikament beizumischen, und hat sie anschließend ebenfalls ins MRT gesteckt und gesehen: Das Gehirn zeigt eine sehr ähnliche Aktivität wie bei der Variante mit der Medikamentenbeimischung. Man konnte also eine ähnliche (etwas abgeschwächte) Wirkung hervorrufen, obwohl kein Wirkstoff enthalten war. Es hatte wohl so etwas wie eine Konditionierung stattgefunden.

Dann wurde noch getestet, ob ein Schmerzmittel besser funktioniert, wenn eine Krankenschwester es mit dem Hinweis, dass es sich um ein Schmerzmittel handelte, dem Patienten verabreicht oder wenn ein Perfusor es still im Hintergrund in den Patienten pumpt. Siehe da, die Krankenschwestervariante bekämpfte den Schmerz deutlich besser, obwohl es das gleiche Medikament wie im Perfusor war.
Dann fand man heraus, dass die Symptome von Parkisonpatienten spürbar besser zurückgingen, wenn man ihnen sagte, dass es sich bei ihrem Medikament um ein teures handelte. Das günstigere Medikament, obwohl es sich um den gleichen Wirkstoff handelte, erzielte nicht so gute Ergebnisse.
Man führte sogar Scheinoperationen durch und verglich das letztliche Resultat, also den Rückgang von Beschwerden und objektiv messbare Parameter beim Patienten (z.B. Beweglichkeit), mit den Ergebnissen von tatsächlich durchgeführten Operationen und man staune: So manche Scheinoperation erzielte deutlich bessere Resultate als die tatsächlich durchgeführte Operation.

Interessant, oder? Was Erwartung/Überzeugung und Lernen/Konditionierung in einem freisetzen kann. Bei mir ging es oben viel um Medikamente, aber Placebos lassen sich natürlich auch woanders finden, schließlich geht es um Erwartung und Lernen. Wer morgens aus dem Bett aufsteht und meint, dass der Tag nicht gut wird, der könnte tatsächlich einen schlecht Tag bekommen, weil er davon überzeugt ist.

So, was haltet ihr davon? Und noch viel wichtiger: Habt ihr Beispiele aus eurem eigenen Leben, wo der Placeboeffekt wirksam wird und Einfluss auf euch selbst hat?

Ich selbst kann nur mal einwerfen: Wer auch immer auf Fußreflexzonenmassagen steht und durch sie eine spürbare Verbesserung seiner Symptome feststellt: Freunde, das ist der Placeboeffekt Augenzwinkern

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Geist bewegt materie sag ich nur,auch wenn es nicht immer zur ner tatsächlichen besserung beiträgt,kann es eben doch helfen die krankheit ect. besser auszuhalten.

Es gab mal so ein änliches experiment.

2 bogenschüzen gruppen beide gruppen waren identisch gut beim schießen.
Dann kam ein schamane in den raum und hatt die pfeile der 2 gruppen verflucht,damit diese schlechter treffen solle,jedoch hatt nur 1 gruppe dabei zugeguckt,die andere wusste davon nichts,dementsprechend hatt die gruppe die davon wusste schlechtere ergebnisse erzielt als die,die es nicht wusste.

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Menschen die generell eher eine negative Einstellung haben, werden öfter krank haben öfter irgendwelche Leiden, als positiv eingestellte Menschen. Das ist mir schon sehr oft aufgefallen auch bei mir selber. Das wäre wohl auch eine Art Placebo-Effekt.

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@BlueEyes: Was du meinst nennt sich Negativ-Placebo. Im Grunde genommen funktioniert er auf die gleiche Weise wie ein Placebo nur dass er sich eben negativ auswirkt. Wenn dir ein Mensch die ganze Zeit einredet, dass du krank bist. Dann kann es sein, je nachdem wie viel du von der Person hältst, dass du auch wirklich krank wirst.

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Wenn man bedenkt das das Gehirn am meisten Energie verbraucht beim Körper ist es vollkommen logisch das Pessimisten bzw. negatives Denken den Körper Schaden zufügt bzw. positives Denken für den Körper gesünder ist. Letzendlich heisst Optimismus nicht das man keine schlechten Gefühle/Gednaken hat sondern diese einfach anders wahrnimmt und damit umgeht.

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Jecht: God DAMMIT BOY! (off-screen) YOU JUST HAVE TO RUIN EVERYTHING, DON'T YOU?! I USED TO BE A WHALE!
Tidus: I though you didn't want to be a whale!
Jecht: OF COURSE I WANTED TO BE A WHALE! I'M GONNA BEAT YOU 'TIL YOU CAN'T WALK!
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